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Blutdruck Normalwerte

Text medizinisch-fachlich geprüft und überarbeitet von
Dr. Chris Wollenberg im April 2013.
Einteilung der Blutdruck-Werte laut WHO (Weltgesundheitsorganisation):


systolisch (mmHg)
diastolisch (mmHg)
optimaler Blutdruck
< 120
< 80
normaler Blutdruck
120-129
80-84
hoch-normaler Blutdruck
130-139
85-89
milde Hypertonie (Stufe 1)
140-159
90-99
mittlere Hypertonie (Stufe 2)
160-179
100-109
schwere Hypertonie (Stufe 3)
>= 180
>= 110

Hypertonie = Bluthochdruck

Die Deutsche Hochdruckliga benutzt die gleichen Werte, allerdings führt sie außerdem die "isolierte systolische Hypertonie" auf, bei der ein systolischer Druck über 140 mmHg gemessen wird während der diastolische Blutdruck unter 90 mmHg liegt. Der diastolische Blutdruck ist bei diesem Blutdruckbild im Normbereich, während der systolische Blutdruck im Bereich der Hypertonie (Bluthochdruck) liegt.

Definitionen und Klassifikation der Blutdruckwerte laut der Deutschen Hochdruckliga:

systolisch (mmHg)
diastolisch (mmHg)
optimal
< 120
< 80
normal
120-129
80-84
hochnormal
130-139
85-89
Hypertonie Grad 1
140-159
90-99
Hypertonie Grad 2
160-179
100-109
Hypertonie Grad 3
>= 180
>= 110
Isolierte systolische Hypertonie
>= 140
< 90

Unser Blutdruck-Rechner arbeitet mit den Werten dieser Tabelle:
Blutdruck-Rechner:
Systolisch: mmHg
Diastolisch: mmHg
Der Rechner gibt eine Einschätzung des Blutdruckwerte nach den Richtlinien der Deutschen Hochdruckliga. Der Blutdruck wird bestimmt nach optimal, normal, hochnormal oder Bluthochdruck (Hypertonie Grad 1 bis 3).
Eine solche automatische Bewertung kann niemals einen Arztbesuch ersetzen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Die Richtlinien der Hochdruckliga enthalten keine Normwerte für zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie). Um niedrige Werte aber nicht nach der Hypertonie-Skala als "optimal" zu bezeichnen, benutzen wir die Grenze 105/65 für niedrigen Blutdruck.

Seit Juli 2013 gelten neue Werte bei der Beurteilung/Behandlungsempfehlungen eines Bluthochdrucks.

Werte unter 140/90 mmHg gelten jetzt als Zielblutdruck für die Mehrzahl aller Patienten, unabhängig von ihrer Vorgeschichte und Begleiterkrankungen wie Diabetes oder chronische Nierenerkrankungen. Dies sehen die neuen Leitlinien der European Society of Hypertension (ESH) und der European Society of Cardiology (ESC) vor.

Zusätzlich dazu empfahlen Ende 2013 zwei amerikanische Gesellschaften ("American Hypertension Society" (ASH), zusammen mit der "International Society of Hypertension" (ISH) ) für ältere Patienten, also über 60-jährige, eine moderatere Senkung des Therapiezieles auf 150/90 mmHg.

In den europäischen Leitlinien wird bei den älteren Patienten zwischen 60-80 Jahren ein systolischer Zielblutdruck von 140-150 mmHg empfohlen, wobei mit der Therapie erst ab einer Ausgangs-Systole >160 mmHg begonnen werden soll. Sind unter-80-Jährige allerdings fit, könne auch schon >140 mmHg mit der Therapie begonnen werden.

Das heißt zusammengefasst, dass Risikopatienten mittels einer Blutdruck senkenden Therapie nicht mehr auf Biegen und Brechen bis zum "Normalwert" herunter reguliert werden sollen.

Vorteile dieser neuen Leitlinien sind, dass die Therapierung des Bluthochdrucks dadurch stark vereinfacht wird und die schädlichen Nebenwirkungen der Therapie vermindert werden.

Gleichzeitig mit der Empfehlung, bei moderaten Senkungen nur 1 Medikament und bei höheren Ausgangswerten nicht mehr als 2 Medikamente gleichzeitig zu verwenden, wird den Ärzten empfohlen, die Eigenverantwortlichkeit der Blutdruckpatienten in Bezug auf Lebensweise, Ernährung, Bewegung und Entspannung zu fördern.

Blutdruckwerte messen

Bitte beachten Sie, dass eine einmalige Messung nicht ausreicht, um das Vorliegen eines Bluthochdrucks zu diagnostizieren. Selbst wenn bei einer einzelnen Blutdruckmessung ein Ergebnis gemessen wird, das keinem Normwert entspricht, ist das kein Grund zur Sorge. Aussagekräftiger ist das Resultat mehrerer Messungen zu verschiedenen Tageszeiten. Ihr Arzt wird deshalb eine Blutdruck Langzeitmessung vornehmen, um den Verlauf des Blutdrucks im Tagesverlauf zu kennen. Liegt Ihr Blutdruck außerhalb der Blutdruck-Normwerte, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um das abklären zu lassen.

Auch bei normalen Blutdruckwerten sollte eine regelmäßige Kontrolle stattfinden. Um eine Auswertung über einen längeren Zeitraum zu erhalten, empfiehlt es sich, einen Blutdruckpass zu führen. Dabei wird der Blutdruck regelmäßig gemessen und aufgeschrieben. Eine solche Auswertung liefert dem Arzt eine gute Diagnosehilfe. BlutdruckDaten wurde genau für diesen Zweck entwickelt. Die gemessenen Werte lassen sich nahezu überall (PC, Smartphone, Tablet) schnell und bequem speichern und werden in einem aussagekräftigen Diagramm dargestellt. Das erleichtert dem Arzt die Diagnosestellung und hilft ihm bei der Behandlung.




 
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