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Systolischer Blutdruck
Der Blutdruck ist der Druck, der vom Blut auf die Blutgefäßwand ausgeübt wird. Dabei herrschen keinesfalls in allen Bereichen des Blutkreislaufes die gleichen Druckbedingungen. So gilt der venöse Teil des Blutkreislaufs als ein Niederdruckbereich, während der arterielle Teil der Hochdruckbereich ist. Für die meisten medizinischen Fälle ist der arterielle Druck von Bedeutung, in der Kardiologie z.B. ebenso der zentralvenöse Druck.Die Systole
Bei einer konventionellen, routinemäßigen Blutdruckmessung werden der systolische Blutdruck und der diastolische Blutdruck gemessen. Dabei ist der systolische Wert (der erste Wert im Zahlenpaar) der Wert, der Aussagen macht über die Ejektionsleistung des Herzen. Der zweite Wert, die Diastole, erfolgt während der Füllphase des Herzens und macht Aussagen über die Elastizität der großen Gefäße. Die Druckwerte werden in mm Hg angegeben. Normalwerte für die Systole liegen bei 120 mm Hg.Physiologisches
Die Auswurfkraft des Herzens baut den systolischen arteriellen Druck auf. Dieser repräsentiert den Druck in der linken Herzkammer im Moment der maximalen Herzmuskelkontraktion. Durch diesen Druck werden die großen Gefäße gedehnt und geben beim Zurückschnellen in ihre Normalausdehnung einen Teil des Druckes weiter an die efferenten Gefäße. Man spricht hier von der Windkesselfunktion oder Pufferfunktion, da die elastische Reaktion der großen Gefäße Blutdruckspitzen abfängt, die sonst schädliche Ausmaße in der Peripherie annehmen könnten. Die Höhe des systolischen Drucks hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab, der Herzfrequenz, dem Schlagvolumen (das Produkt der beiden ergibt das Herzzeitvolumen) und dem peripheren Widerstand. So nimmt bei körperlicher Belastung die Herzfrequenz zu und damit das Herzzeitvolumen. Gleichzeitig sinkt der periphere Widerstand aufgrund der Gefäßerweiterung in den Arteriolen und Präkapillaren. Liegen jedoch arteriosklerotische Veränderungen im Gefäßsystem vor, besonders in der Peripherie, dann kommt es zu einer Einschränkung der Elastizität der Gefäße. Diese Einschränkung bedingt, dass es in der Belastungssituation zu keiner ausreichenden Weitstellung der Peripherie kommt. Die Folge ist ein zu hoher peripherer Widerstand und damit ein zu hoher systolischer Druck.Der systolische Blutdruck bleibt nicht über den Tag verteilt konstant in definierten Bereichen. In Abhängigkeit von der Situation steigt und fällt er. Belastungsspitzen treten bei Stress und starker körperlicher Aktivität auf. In Ruhe und während der Nacht sinkt er auf sein physiologisches Minimum. Erst ein hoher systolischer Ruhewert wird als pathologisch angesehen und ist behandlungsbedürftig.
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