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Hydration-Getränke: Worauf Menschen mit Bluthochdruck achten sollten

Hydration

Mehr als nur Wasser?

„Hydration“, „Elektrolyte“ oder „Recovery“: In sozialen Medien und Online-Shops werden spezielle Getränke und Pulver derzeit stark beworben. Die Versprechen klingen verlockend. Mehr Energie, bessere Regeneration und optimale Flüssigkeitsversorgung sollen damit möglich sein.

Doch brauchen gesunde Menschen solche Produkte überhaupt? Und worauf sollten Menschen mit Bluthochdruck achten?

Was steckt in Hydration-Getränken?

Hydration-Produkte enthalten meist Elektrolyte. Dabei handelt es sich um Mineralstoffe wie Natrium, Kalium oder Magnesium.

Der wichtigste Bestandteil vieler dieser Produkte ist Natrium – also der Mineralstoff, der auch in Kochsalz enthalten ist. Natrium hilft dem Körper, Wasser zu speichern und den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren.

Genau hier liegt jedoch auch das Problem für Menschen mit Bluthochdruck.

Warum Natrium den Blutdruck beeinflussen kann

Zu viel Salz gehört zu den bekanntesten Risikofaktoren für Bluthochdruck. Wer regelmäßig große Mengen Natrium aufnimmt, kann dadurch seinen Blutdruck erhöhen.

Deshalb empfehlen Fachgesellschaften und die Weltgesundheitsorganisation, die tägliche Salzaufnahme zu begrenzen.

Viele Hydration-Produkte enthalten jedoch zusätzliche Mengen Natrium. Je nach Produkt kann eine Portion bereits einen erheblichen Teil der empfohlenen Tagesmenge liefern.

Sind Hydration-Getränke überhaupt notwendig?

Für die meisten Menschen lautet die Antwort: eher nicht.

Wer sich ausgewogen ernährt und ausreichend Wasser trinkt, nimmt normalerweise genügend Elektrolyte auf. Zusätzliche Elektrolytgetränke bringen im Alltag meist keinen nachgewiesenen Vorteil.

Anders kann es bei außergewöhnlichen Belastungen aussehen. Dazu gehören beispielsweise:

  • längere Ausdauerbelastungen
  • intensives Training bei Hitze
  • starkes Schwitzen über mehrere Stunden
  • größere Flüssigkeitsverluste

In solchen Situationen können Elektrolyte sinnvoll sein.

Worauf sollten Menschen mit Bluthochdruck achten?

Wer ein Hydration-Produkt verwenden möchte, sollte vor allem einen Blick auf den Natriumgehalt werfen.

Dabei lohnt es sich, die Angaben pro fertiger Portion zu vergleichen. Manche Produkte enthalten nur geringe Mengen Natrium, andere deutlich mehr.

Je höher der Natriumgehalt, desto wichtiger wird eine kritische Abwägung – insbesondere bei bestehendem Bluthochdruck.

Wasser bleibt meist die beste Wahl

Der aktuelle Hydration-Trend ist nicht grundsätzlich problematisch. Viele Produkte richten sich jedoch an Sportler oder Menschen mit außergewöhnlich hohen Flüssigkeitsverlusten.

Für die meisten Menschen reicht Wasser vollkommen aus. Auch eine ausgewogene Ernährung liefert in der Regel ausreichend Mineralstoffe.

Menschen mit Bluthochdruck sollten daher besonders auf den Natriumgehalt achten und sich nicht allein von Werbeversprechen leiten lassen.

Fazit

Hydration-Getränke sind nicht automatisch ungesund. Für viele Menschen sind sie jedoch schlicht nicht notwendig.

Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte vor allem auf den Natriumgehalt achten. Denn während Wasser praktisch immer eine gute Wahl ist, können stark natriumhaltige Produkte die tägliche Salzaufnahme unnötig erhöhen.

Quellen


Dieser Artikel stammt von BlutdruckDaten – der seit 2011 führenden App, die täglich Hunderttausende bei der Blutdruckkontrolle unterstützt. Unsere Inhalte basieren auf sorgfältig recherchierten, evidenzbasierten Daten und werden kontinuierlich aktualisiert (Stand 05/2026).

Autorin Sabine Croci ist examinierte Medizinische Fachangestellte mit langjähriger Erfahrung in internistischer und kardiologischer Praxis wie auch in der ambulanten Pflege und leitet seit 2015 die Fachredaktion von BlutdruckDaten. Dank ihrer umfassenden Zusatzqualifikationen als Rettungssanitäterin, First Responder und in verschiedenen Therapie- sowie Notfallbereichen liefert sie fundierte, praxisnahe und verlässlich geprüfte Informationen.

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