Blutdruck und Rote Bete

Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 senkt der Verzehr von Rote-Bete-Saft den Blutdruck bei gesunden Menschen1. Es wurden zwei randomisierte Placebo-kontrollierte Studien mit Menschen ohne Blutdruckproblemen durchgeführt. Randomisiert bedeutet, dass die Testpersonen zufällig ausgewählt wurden, und Placebo-kontrolliert heißt, dass es eine Vergleichsgruppe ohne die Einnahme von Roten Bete Saft gab. Bei allen Personen wurde der Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden nach dem Verzehr gemessen. 18 Testpersonen bekamen entweder Rote Bete Saft in unterschiedlichen Konzentrationen (0, 100, 250 und 500 g), weitere 14 Personen bekamen Brot, das mit Roten Beten angereichert war, Brot mit Weißer Bete und Kontrollbrot. Im Ergebnis wurde gefunden, dass der Rote-Bete-Saft sowohl den systolischen, als auch den diastolischen Blutdruck signifikant senkt. Auch die mit Roten oder Weißen Beten angereicherten Brote senkten den Blutdruck signifikant, wenn auch in schwächerem Maße.

Rote BeteIn einer anderen Studie wurde bei gesunden Personen 3 Stunden nach der Einnahme von 500 ml Rote-Bete-Saft der Blutdruck um ca. 10 mmHg gesenkt, gleichzeitig stieg die Nitrit-Konzentration im Plasma an.2

Eigentlich ist es das Stickstoffmonoxid (NO) in den Roten Beten, das so viel Gutes bewirken kann. Es hat einen ausgesprochen positiven Einfluss auf zahlreiche Vorgänge im Körper: NO reichert den Sauerstoffgehalt im Blut an, sorgt für eine Weitung der Blutgefäße und verbessert damit die Sauerstoffversorgung im Gewebe3. NO reguliert die Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten) und vermindert damit das Risiko von Arteriosklerose, und NO unterstützt das Immunsystem.4

Rote Bete SaftAber auch das in den Roten Beten enthaltene Nitrit spielt eine große Rolle: Bereits in den siebziger Jahren entdeckte F. Murad die Fähigkeit organischer Nitrate, gefäßerweiternd zu wirken. Ein anderer Pharmakologe, R. F. Furchgott fand in der inneren Auskleidung der Blutgefäße einen Faktor, der zum Nachlassen der Muskelspannung in der Gefäßwand führt. Ende der 80er Jahre wurde dieser Faktor gleichzeitig von Furchgott und von L. J. Ignarro identifiziert: Es war NO. 1998 bekamen diese drei Forscher den Nobelpreis für ihre Erkenntnisse, dass NO bei der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen und ihren Folgeschäden eine entscheidende Rolle spielen kann.5

Schon bald darauf, bereits 1999, wurde in den USA von der FDA das Gas INOmax zugelassen, ein Gemisch aus verschiedenen Stickstoffmonoxiden, welches zur Blutdrucksenkung bei Neugeborenen mit Lungenhochdruck (die Lunge versagt) eingesetzt wird. Auch bei Operationen am Herzen wird NO heute unterstützend eingesetzt.

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Quellen:
  1. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22414688 - gefunden 9.8.2013
  2. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=%22Acute+Blood+Pressure+Lowering%2C+Vasoprotection%2C+and+Antiplatelet+Properties+of+Dietary+Nitrate+via+Bioconversion+to+Nitrite%22 - gefunden 9.8.2013
  3. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=%22Acute+Blood+Pressure+Lowering%2C+Vasoprotection%2C+and+Antiplatelet+Properties+of+Dietary+Nitrate+via+Bioconversion+to+Nitrite%22 - gefunden 9.8.2013
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Stickstoffmonoxid - gefunden 9.8.2013

Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (04/2017).







 

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