Blutdruckmessgeräte

Damit Sie den vollen Überblick haben

Der Blutkreislauf versorgt das Gewebe und die Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff. Das Herz pumpt im regelmäßigen Rhythmus von 60 bis 80 Schlägen pro Minute das Blut in die Lunge und in den Körper, hält es so in Bewegung und ist damit für den Kreislauf verantwortlich. Die Höhe des Blutdruckes hängt von der Stärke der Herztätigkeit und von der Muskelspannung im Körper ab. Engere Gefäßwände bedeuten höheren Blutdruck. Der Druck von Körperflüssigkeiten wird in der Medizin in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben. Der normale Blutdruck eines gesunden Erwachsenen liegt zwischen 80 und 120 mmHg. Details dazu finden Sie in der Blutdruck-Normalwert-Tabelle.

Inhalt des Artikels

Warum den Blutdruck messen?

Zu hoher Blutdruck über einen längeren Zeitraum ist gefährlich, Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folgen unerkannten Bluthochdrucks sein. Zwar leidet jeder dritte Erwachsene irgendwann in seinem Leben an Bluthochdruck, aber viele Menschen merken über Jahre nichts davon. Regelmäßiges Blutdruckmessen hilft, die Gefahr zu erkennen und zu behandeln.

Leiden Sie unter zu hohem oder zu niedrigen Blutdruck, dann wissen Sie sicherlich, wie wichtig es ist, den Blutdruck regelmäßig zu messen.

Die ständige Blutdruckmessung kann sich allerdings schnell zu einer sehr zeitaufwändigen Angelegenheit ausweiten. Ständig müssen Sie zum Arzt oder zur Apotheke fahren, um dort Ihren Blutdruck prüfen zu lassen. Das kostet Sie dann nicht nur Zeit, sondern auch Geld in Form von Benzin. Die clevere Alternative dazu ist ein Blutdruckmessgerät für den Hausgebrauch. Dies können Sie einfach und ohne große Umstände benutzen und auf diese Weise immer auf dem Laufenden bleiben.
Diese Blutdruckmessgeräte gibt es in zwei Varianten.
Die erste Art funktioniert durch die Messung am Oberarm und gleicht der Kontrolle beim Arzt. Dazu bringen Sie einfach eine Manschette am Oberarm an und bedienen anschließend den dazugehörenden Computer. Die Bedienung ist meist sehr einfach und verlangt nur ein oder zwei Knopfdrücke.
Bei der zweiten Variante handelt es sich um ein Messgerät, das am Handgelenk angebracht wird. Dazu legen Sie eine Manschette um Ihr Handgelenk und müssen dann ebenfalls lediglich den Computer bedienen. Auch hier brauchen Sie meist nur ein oder zwei einfache Tasten zu bedienen. Das Ergebnis ist bei beiden Blutdruckmessgeräten absolut zuverlässig und kann dem Messergebnis beim Arzt oder Apotheker gleichgesetzt werden. Es empfiehlt sich, die Messergebnisse in eine Blutdruckwerte Tabelle einzutragen und so den Verlauf zu beobachten.

Wie wird zu Hause gemessen?

Bei der Messung zu Hause sollten Sie einige Punkte beachten, um auch ein reelles Ergebnis zu bekommen. So ist es wichtig, den Blutdruck im Ruhezustand zu messen. Das heißt, dass Sie 10 bis 20 Minuten vor der Messung in Ruhe, also sitzend oder liegend, verbringen sollten. Also legen Sie sich am Besten das Blutdruckmessgerät bereit und erholen sich anschließend ein wenig. Während der Blutdruckmessung sollten Sie dann möglichst nicht sprechen. Möchten Sie ganz sicher gehen, ist es ratsam, sich vorab einmal mit dem Arzt über die Messung zu Hause zu unterhalten und sich Tipps und Ratschläge geben zu lassen. Die Messung des Blutdrucks mit einem Blutdruckmessgerät ist in jedem Fall eine einfache und zuverlässige Möglichkeit für die Kontrolle zu Hause.

Bitte lesen Sie auch das Kapitel über die sogenannte Langzeit-Blutdruckmessung.

Blutdruckmessgerät für das Handgelenk

Blutdruckmessgerät für das HandgelenkZu hoher Blutdruck über einen längeren Zeitraum ist gefährlich, Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folgen unerkannten Bluthochdrucks sein. Zwar leidet jeder dritte Erwachsene irgendwann in seinem Leben an Bluthochdruck, aber viele Menschen merken über Jahre nichts davon. Regelmäßiges Blutdruck messen hilft, die Gefahr zu erkennen und zu behandeln.

Die auf dem Markt erhältlichen Geräte für das Handgelenk sind durchweg sehr komfortabel und einfach zu bedienen und abzulesen, und anders als bei den Messgeräten mit Oberarmmanschette muss noch nicht einmal ein Ärmel hoch gerollt werden. Beachten Sie bitte, dass Sie vor der Messung 10-20 Minuten in Ruhe sitzen sollten. Messen Sie am linken Handgelenk und sitzen am besten an einem Esstisch. Die Messung selbst ist ganz einfach: Bequem hinsetzen, das Blutdruckmessgerät am Handgelenk anlegen, den Klettverschluss schließen, den Arm möglichst ohne Anspannung so lagern (nicht hoch halten), dass das Handgelenk mit dem Messgerät auf Höhe des Herzen zu ruhen kommt. Der Messpunkt auf Herzhöhe ist für eine korrekte Messung äußerst wichtig. Wenn die Tischhöhe nicht reicht, nehmen Sie ein Kissen zu Hilfe. Gerät per Knopfdruck einschalten und abwarten. Die Manschette wird automatisch aufgepumpt und anschließend sinkt der Luftdruck in der Manschette langsam wieder ab, sodass systolischer und diastolischer Wert sowie der Puls erfasst werden. Nach dem Ende der Messung ertönt meist ein Signalton, die restliche Luft entweicht und die erfassten Werte können abgelesen werden. Je nach Gerät werden meist 30, 60 oder mehr Messungen gespeichert. So  ist es möglich, die Werte auch nachträglich unter  BlutdruckDaten zu  dokumentierten, in einen Blutdruckpass einzutragen oder das Gerät zum  nächsten Arztbesuch mitzunehmen, damit der Arzt den Erfolg seiner  derzeitigen Behandlung kontrollieren kann.
Einige Messgeräte zeigen auch an, ob sie sich in korrekter Herzhöhe befinden. Bei diesen beginnt das Blutdruckmessgerät am Handgelenk erst dann mit der Messung, wenn die richtige Höhe erreicht ist. Geräte mit USB-Anschluss bieten die Möglichkeit, die Werte auf dem Computer zu speichern und als Liste oder Grafik auszudrucken. Geräte mit Bluetooth-Funktion ermöglichen die direkte Übertragung der Werte in eine App. Mit einigen Messgeräten ist auf diesem Weg die direkte Übertragung der Werte in die BlutdruckDaten App möglich. 

Die Preise für ein Blutdruckmessgerät für das Handgelenk beginnen bereits bei ca. 7 € und reichen bis über 100 €. Der Testsieger der Stiftung Warentest wird beispielsweise für ca. 30 € gehandelt. Auch wenn die Messgenauigkeit der Geräte nicht immer mit der Messung beim Arzt mithalten kann, bietet eine regelmäßige Eigenkontrolle mit einem Blutdruckmessgerät für das Handgelenk einen guten Anhaltspunkt für die täglichen Blutdruckwerte. Im Gegensatz dazu schnellt bei vielen Menschen der Blutdruck beim Anblick eines Arztes automatisch in die Höhe. Diesen "Weißkitteleffekt" hat man bei der Eigenmessung nicht und auch die empfohlene Ruhe vor der Messung ist zu Hause leichter einzuhalten.

Der normale Blutdruck eines gesunden Erwachsenen liegt zwischen 80 und 120 mmHg. Details dazu finden Sie in der Blutdrucktabelle.

Blutdruckmessgerät für den Oberarm

Selbstmessung mit einem Oberarm BlutdruckmessgerätSolche Geräte sind mittlerweile ein sehr wichtiges Utensil auch in Krankenhäusern, Arztpraxen und Sportvereinen, denn sie geben bei richtiger Anwendung sehr präzise Auskunft über den individuellen Puls und Blutdruck.

Da eine Blutdruckmessung immer auf Herzhöhe erfolgen soll, werden vor allem Oberarm-Blutdruckmessgeräte sehr häufig angewendet. Für den Gebrauch zu Hause werden vorrangig digitale Oberarm-Blutdruckmessgeräte verwendet, die eine Blutdruck- und Pulsmessung vollautomatisch durchführen. Viele Menschen sind im Besitz solcher digitaler Geräte, denn sie sind sehr bedienerfreundlich und oft schon günstig zu erwerben. Es wird eine Manschette am Oberarm angelegt. Die Messung läuft automatisch ab und wird auf einem gut lesbaren Display angezeigt. Wichtig ist, dass die Oberarmmanschette nicht zu groß oder zu eng ist, denn das könnte die Messung verfälschen und unpräzise Daten ergeben.

Je nach Bedarf und Preisklasse geben Blutdruckmessgeräte Informationen über Puls, Blutdruck und viele weitere Vitalfunktionen, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen. Oftmals ist eine regelmäßige Selbstkontrolle angebracht, weil sie Hinweise über eventuelle Krankheiten geben kann und zwischen zwei Arztbesuchen eine gute Überwachung darstellt. Eine Alternative zu Oberarm-Blutdruckmessgeräten sind Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk (s. o.).
Auch bei den Oberarmmessgeräten gibt es Geräte mit Bluetooth-Funktion. Sie ermöglichen die direkte Übertragung der  Werte in eine App. Mit einigen Messgeräten ist auf diesem Weg die  direkte Übertragung der Werte in die BlutdruckDaten App möglich.

Messung beim Arzt

Blutdruckmessgeräte beim ArztWenn Sie einen Arzt aufsuchen, beginnt die Untersuchung meist mit dem Messen des Blutdruckes. In den meisten Arztpraxen sind noch die klassischen Blutdruckmessgeräte zu finden, die sogenannten "Sphygmomanometer". Für die übliche Messung des Blutdruckes wird die sogenannte indirekte Messmethode angewandt. Dazu wird eine Manschette um den Oberarm gelegt und langsam aufgeblasen, entweder manuell oder automatisch mit digitalen Messgeräten. Bei einem gewissen Punkt ist der Druck in der Manschette annähernd gleich dem Druck in der Arterie. Wird jetzt der Druck geringfügig weiter erhöht, dadurch wird die Oberarmarterie zusammengepresst. Der Puls, der durch den Schlag des Herzmuskels ausgelöst wird, ist nicht mehr hörbar. Mit einem Blutdruck - Manometer kann auf diese Weise der Blutdruck in einer mittelgroßen Arterie am Arm oder am Bein bestimmt werden. Ein Stethoskop dient dabei der Verfeinerung der Messmethode. Zu optischen Erkennung kommt zusätzlich eine akustische Wahrnehmung. Mit einem Stethoskop kann der Untersucher genau hören, wann der Druck in der Manschette die Arterie abdrückt.  Neuere Modelle verfügen über ein vollautomatisches elektronisches Messgerät. Der Aufbau ist dem alten Modell sehr ähnlich, die Werte werden jedoch von einem Monitor abgelesen.

Oszillometrisch oder nach Korotkoff?

Die meisten digitalen Blutdruckmessgeräte bestimmen den Blutdruck oszillometrisch. Dabei werden die Schwingungen des pulsierenden Blutes gemessen und daraus der Blutdruck errechnet. Wenn der Arzt mit dem Stethoskop misst, bestimmt er die Werte über die Töne des Blutflusses. Diese Methode stammt vom Arzt Nikolai S. Korotkoff und wird als Messung nach Korotkoff bezeichnet. Korotkoff stellte diese Methode am 8.11.1905 auf einem Seminar in St. Petersburg vor. Die Töne, die bei der Blutdruckmessung zu hören sind, werden als Korotkoff-Geräusche bezeichnet. Welche der beiden Varianten von Ihrem Arzt benutzt wird spielt für die Genauigkeit keine Rolle. Moderne Blutdruckmessgeräte arbeiten mit der oszillometrischen Methode sehr genau.

Konkrete Informationen über verschiedene Blutdruckmessgeräte finden Sie auf unserer Seite unter dem Menüpunkt Messgeräte.

Illustration: Messung mit einem oszillometrischen Messgerät

1. Die Manschette wird angelegt.

2. Die Manschette wird aufgepumpt, bis sie den Blutfluss unterbricht.

3. Beim Ablassen der Luft werden die Schwingungen im Blutfluss registriert.

4. Fließt das Blut wieder ohne Verwirbelungen ist die Messung beendet.



Blutdruckmessung – weitere Informationen

Für die übliche Messung des Blutdrucks wird die sogenannte indirekte Messmethode angewandt. Dazu wird eine Manschette um den Oberarm gelegt und langsam aufgeblasen, entweder manuell oder automatisch mit digitalen Messgeräten. Bei einem gewissen Punkt ist der Druck in der Manschette annähernd gleich dem Druck in der Arterie. Wird jetzt der Druck geringfügig weiter erhöht, dadurch wird die Oberarmarterie zusammengepresst. Der Puls, der durch den Schlag des Herzmuskels ausgelöst wird, ist nicht mehr hörbar. Mit einem Blutdruck - Manometer kann auf diese Weise der Blutdruck in einer mittelgroßen Arterie am Arm oder am Bein bestimmt werden. Ein Stethoskop dient dabei der Verfeinerung der Messmethode. Zu optischen Erkennung kommt zusätzlich eine akustische Wahrnehmung. Mit einem Stethoskop kann der Untersucher genau hören, wann der Druck in der Manschette die Arterie abdrückt.

Bei der Blutdruckmessung werden immer zwei Werte unterschieden. Zum Einen handelt es sich um den sogenannten systolischen Blutdruck. Er beschreibt den maximalen Druck bei der Kompressionsphase des Herzens. Zum Anderen wird der diastolische Blutdruck gemessen, der in der sogenannten Dehnungsphase des Herzens gemessen wird.
Die ermittelten Werte werden mit entsprechenden Normalwerten verglichen. Dabei zeigt der Blutdruck eines jungen, ausgeruhten, gesunden Erwachsen einen Wert von etwa 120/80 mmHg. Der höhere Wert mit 120 mmHg ist der systolische Blutdruck. Der niedrigere Wert mit 80 mmHg ist der diastolische Blutdruckwert.

Je älter ein Mensch wird, desto höher wird sein Blutdruck. Dies hat seine Ursache in einem natürlichen Nachlassen der Dehnbarkeit der Blutgefäße, kann aber auch durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden.

Bei einer anderen, sehr speziellen Messung des Blutdrucks, der direkten arteriellen Blutdruckmessung, wird ein Katheter direkt in eine Arterie eingebracht und der Blutdruck nahe am Herzen gemessen. Diese Messung geschieht vorwiegend während Operationen oder auf Intensivstationen.

Text medizinisch-fachlich geprüft und überarbeitet von
Sabine Croci (10/2016).








 

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