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Blutdrucknormwerte, Blutdruckzielwerte und die Einordnung des Blutdrucks nach Alter

Häufig erreichen uns Anfragen, welcher Blutdruck denn in welchem Alter normal sei. Da wir uns auf die geltende Normwerttabellen der Deutschen Hochdruckliga oder der WHO beziehen, können wir keine altersgemäße Einordnung des Blutdrucks vornehmen. Bei beiden wird keine altersgemäße Unterscheidung der Blutdrucknormwerte vorgenommen. Die Einordnung gilt für alle erwachsenen Personen.

Blutdruck-Normwert-Tabelle der Deutschen Hochdruckliga


systolisch (mmHg)
diastolisch (mmHg)
optimal
< 120
< 80
normal
120-129
80-84
hochnormal
130-139
85-89
Hypertonie Grad 1
140-159
90-99
Hypertonie Grad 2
160-179
100-109
Hypertonie Grad 3
>= 180
>= 110
Isolierte systolische Hypertonie
>= 140
< 90

Davon leicht abweichend gibt es eine Festlegung der Blutdruck-Zielwerte. Diese stützt sich auf die in der Arztpraxis gemessenen Werte und gibt an, welche Blutdruckwerte unter Therapie erreicht werden sollten. Therapie versteht hierbei nicht nur Medikamente, sondern auch, gerade bei nur mäßig erhöhten Normwerten, eine Umstellung des Lebensstils. Die Zielwerte gelten also für Personen, bei denen vom Arzt bereits erhöhte Blutdruckwerte festgestellt wurden und die ärztlich verordnet bereits in irgendeiner Art eine Therapie durchführen.

Für die Zielwerte gibt es eine, wenn auch geringe, Einordnung der Blutdruckwerte nach Lebensalter. Bitte beachten Sie aber auch hier die Einschränkung, dass Behandlungsentscheidungen und Blutdruck-Zielwerte bei älteren Patienten, die gebrechlich und hilfsbedürftig sind, ggf. modifiziert werden müssen. Als älterer Patient gelten hier Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben. 
Auch spielen unter Umständen die zusätzlich zur Hypertonie bestehenden Erkrankungen wie Diabetes mellitus, eine chronische Nierenerkrankung, KHK (koronare Herzerkrankung) oder ein bereits durchgemachter Schlaganfall oder eine TIA (transitorische ischämische Attacke), die gerne als „Mini-Schlaganfall“ bezeichnet wird,  eine Rolle. Dies gilt besonders für Menschen, die neben dem Bluthochdruck auch unter einer chronischen Nierenerkrankung, sei sie durch einen Diabetes bedingt oder auch nicht, leiden.

Zielwerte aus den Leitlinien der Deutschen Hochdruckliga (2018)

Unter Therapie zu erreichende Zielbereiche der in der Arztpraxis gemessenen Blutdruckwerte
Altersgruppe Zielbereiche für in der Arztpraxis gemessene systolische Blutdruckwerte
Hypertonie + Diabetes + chro­nische Nieren­er­krank­ung* + KHK + Schlag­anfall/ TIA ("Mini-Schlag­anfall")**
18 – 65 Jahre Zielen auf
<=130 mmHg,
wenn vertragen,
nicht < 120 mmHg!
Zielen auf
<=130 mmHg,
wenn vertragen,
nicht < 120 mmHg!
Zielen auf
<140 - 130 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
<=130 mmHg,
wenn vertragen,
nicht < 120 mmHg!
Zielen auf
<=130 mmHg,
wenn vertragen,
nicht < 120 mmHg!
65 – 79 Jahre*** Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
>= 80 Jahre*** Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielen auf
130 – 139 mmHg,
wenn vertragen
Zielbereich für in der Praxis gemessene diastolische Blutdruckwerte 70 – 79 mmHg 70 – 79 mmHg 70 – 79 mmHg 70 – 79 mmHg 70 – 79 mmHg
* einschließlich diabetischer und nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung
** bezieht sich auf Patieten mit vorausgegangenem Schlaganfall, nicht auf die Blutdruck-Zielwerte direkt nach einem akuten Schlaganfall
*** Behandlungsentscheidungen und Blutdruck-Zielwerte müssen bei älteren Patienten, die gebrechlich und hilfsbedürftig sind, ggf. modifiziert werden.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es keine altersbezogene Unterscheidung der Blutdruck-Normwerte gibt. Ist ein Mensch jedoch bereits an Bluthochdruck erkrankt, gibt es auf das Lebensalter bezogen geringe Unterschiede, welche Zielwerte unter Therapie erreicht werden sollten. Hierbei spielen jedoch auch die bestehenden Vorerkrankungen eine Rolle.
Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (02/2020).
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