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Compliance – Ihre Mitarbeit ist wichtig!

Hoher Blutdruck wird meist eher zufällig bei einer ärztlichen Untersuchung festgestellt. Vom Betroffenen selbst wird er in den Anfangsstadien nur sehr selten bemerkt. Daher fällt es vielen schwer, die Notwendigkeit einer Änderung des Lebensstils oder der Einnahme von Medikamenten zu sehen. Der in der Medizin häufig verwendete Begriff Compliance bezeichnet als Oberbegriff das kooperative Verhalten eines Patienten im Rahmen der Therapie, man könnte ihn also auch als Therapietreue übersetzen. Eine gute Compliance hat der Patient, der die Ratschläge seines Arztes konsequent befolgt. Leider sind dies gerade einmal 5% der Betroffenen.

In der Therapie der Hypertonie schätzen Experten, dass mindestens die Hälfte der verordneten Medikamente nicht oder nur unzureichend eingenommen wird. Obwohl es nur in den allerseltensten Fällen ein therapeutisches Problem ist, zu hohe Blutdruckwerte zu senken, liegt der Prozentsatz der Hypertoniker, die unter Therapie einen normalen Blutdruck haben, bei lediglich 10 %. Ein Zeichen mangelnder Mitarbeit seitens der Betroffenen. Und dies bei jährlich etwa 400 000 Menschen, die in Deutschland an den Folgen zu hohen Blutdrucks versterben.

Compliance - Therapietreue

Warum aber mangelt es häufig an der Mitarbeit?
Wie oben schon beschrieben, machen hohe Blutdruckwerte ja häufig keinerlei Beschwerden. Der Druck einen unerwünschten, evtl. schmerzhaften Zustand zu beseitigen besteht für die meisten Betroffenen also nicht. Viele lassen sich durch die im Beipackzettel der Medikamente aufgeführten unerwünschten Nebenwirkungen verunsichern und sehen dies als willkommenen Grund, die Tabletten einfach nicht einzunehmen. Für andere ist die Verweigerung der Mitarbeit ein Ausdruck der Selbstbestimmung gegenüber der als autoritär empfundenen ärztlichen Beratung oder Verordnung.

Jedoch nutzt die ausgeklügelste Therapie, die beste Empfehlung zur Änderung des Lebensstils, der schönste Diätplan nichts, wenn sie nicht befolgt werden.

Ich möchte einen Vergleich ziehen:
Das Zähneputzen morgens und abends gehört für die allermeisten Menschen einfach zum täglichen Ritual. Man weiß, dass die Zähne Schaden nehmen, wenn sie nicht geputzt werden, auch wenn man keine Schmerzen hat. Schmerzen kommen erst, wenn die Zähne geschädigt sind.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Bluthochdruck. Er macht erst mal keine Beschwerden. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist es wichtig die Empfehlungen des Arztes zu befolgen, die verordneten Medikamente regelmäßig und wie verschrieben einzunehmen, um Folgeerkrankungen zu verhindern.
Bauen Sie dies in ihren täglichen Ablauf als festes Ritual ein. Nach dem Frühstück oder Abendessen  werden die Tabletten genommen, zu einer festen Zeit gehen Sie eine halbe Stunde spazieren, auf dem Speiseplan stehen mehr gesunde Gerichte. Je häufiger Sie diese Änderungen vollziehen, desto mehr werden sie zur Gewohnheit und fallen immer leichter, bis man nicht mehr darüber nachdenken muss. Sollten unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, was gerade zu Beginn der medikamentösen Therapie der Fall sein kann, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt, statt stillschweigend die Tabletten abzusetzen oder die Dosis zu verringern.

Der Arzt kann Sie nicht reparieren, er gibt Ihnen die Anleitung und Hilfe, umsetzen aber müssen Sie es selbst. Diese Verantwortung bleibt bei Ihnen.

Quellen:

info@blutdruckdaten.de

09122/632212