Erste Hilfe - wichtig zu wissen

Die wichtigsten Punkte, die sich sich egal um welchen Notfall, um welche Situation es sich handelt merken müssen sind:

112 – die Notrufnummer

Unter dieser Nummer erreichen Sie die örtliche integrierte Leitstelle und das in ganz Europa! Von jedem Telefon kostenfrei, auch wenn Sie kein Telefonnetz haben am Handy ist das Absetzen des Notrufes möglich!

Die Leitstelle braucht von Ihnen einige Angaben, diese sind als W-Fragen bekannt:
  1.  Wo ist etwas passiert? Geben Sie den Ort des Geschehens so genau wie möglich an (Straße, Hausnummer, Stockwerk,       Besonderheiten wie z.B. im Hinterhof. Im Freien z.B. Kilometerangaben an Straßen, Flüssen, Bahnlinien usw. ) Wenn möglich positionieren Sie einen Helfer zum Einweisen des Rettungsdienstes, v.a. bei schlecht auffindbaren Örtlichkeiten.
    Wer ruft an? Nennen Sie Ihren Namen, Ihren Standort und Ihre Telefonnummer für Rückfragen
  2. Was ist geschehen? Beschreiben Sie knapp das Ereignis
  3. Wie viele Betroffene? Wer ist betroffen? Geben Sie an wie viele Personen betroffen sind und welche Art von Verletzungen oder Notlage vorliegt. Bei Kindern geben Sie das geschätzte Alter an.
  4. Warten auf Rückfragen: Legen Sie nicht gleich wieder auf, warten Sie auf Rückfragen durch die Leitstelle. Diese kann Ihnen auch Anweisungen zur Versorgung des Betroffenen geben und Sie bei einer notwendigen Herz-Lungen-Wiederbelebung anleiten.

Selbst- oder Eigenschutz

Achten Sie darauf sich selbst vor möglichen Gefahren zu schützen, denn ein verletzter Helfer kann evtl. kein Hilfe mehr leisten. Dies beinhaltet sich selbst durch das Verwenden von Einmalhandschuhen zu schützen oder z.B. bei einem Verkehrsunfall eine Warnweste anzuziehen und die Unfallstelle abzusichern. Selbstschutz heißt aber auch, dass Sie sich selbst nicht situationsbedingt in Gefahr bringen.
Tipp: 1 Paar Einweghandschuhe passen wunderbar in das gelbe Plastikei aus einem Überraschungs-Ei. So sind sie geschützt und können leicht in die Tasche gesteckt werden.

Keine Hausmittel!

Ein weiterer wichtiger Punkt: Bitte lassen Sie im Notfall die Finger von sogenannten Hausmitteln! Es kursieren viele vermeintlich gute Ratschläge z.B. was man alles auf Wunden auftragen soll, was Menschen bei Verdacht auf Schlaganfall, Herzinfarkt usw helfen soll, was man bei welcher Vergiftung dem Betroffenen einflößen soll, dass man ihn erbrechen lassen soll usw.
Bitte, bitte lassen Sie die Finger davon!
Auf Wunden aufgebrachte Dinge (Fett, Mehl und was noch so alles kursiert) können die Lage verschlimmern und Entzündungen hervorrufen. Diese Materialien müssen zur ordentlichen Versorgung der Wunde vom Arzt erst wieder mühsam entfernt werden, was häufig schmerzhaft ist und die Wunde vergrößert. Dies gilt auch für Sprühpflaster!

Geben Sie Menschen die sich in einer medizinischen Notlage befinden nichts zu essen oder zu trinken, oder flößen gar Bewusstseinseingetrübten oder Bewusstlosen etwas ein.  Im Fall von Bewusstseinseintrübungen, Bewusstlosigkeit, einem evtl. Schlaganfall u.ä.  ist dies lebensgefährlich, da der Betroffene vielleicht nicht richtig schlucken kann und die Atemwege durch das Verabreichte verlegt werden können. Ein Atemstillstand ist die Folge. Doch auch bei anderen Verletzungen, kann es ungünstig sein, den Betroffenen essen oder trinken zu lassen, da der Betroffene sich erbrechen könnte, oder eine weitere medizinische Versorgung, z.B. durch eine evtl. notwendige Operation, dadurch erschwert wird.

Hat sich jemand durch die Einnahme giftiger Substanzen vergiftet, darf derjenige nicht zum Erbrechen gebracht werden. Wenn er sich übergeben muss, leistet man dabei Hilfestellung (Eigenschutz beachten!) und sichert das Erbrochene um herausfinden zu können, um welche Substanz es sich handelt. Jedoch wird bitte kein Erbrechen ausgelöst, da es dadurch unter Umständen zu einer zweiten Verätzung der Speiseröhre kommen kann, oder zum Anatmen des Erbrochenen, was eine Ausdehnung auf die Atmungsorgane bedeuten kann. Ist der Betroffene klar bei Bewusstsein, soll man ihn Wasser oder Tee in kleinen Schlucken trinken lassen, um eine Verdünnung der Vergiftung zu erreichen. Das sofortige Absetzen des Notrufes ist obligat.









 

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