Kümmern Sie sich um Ihren Blutdruck.
Ihr Arzt wird begeistert sein.
Studien, die den Nutzen von BlutdruckDaten belegen
Sie sind hier: Lexikon - Blutdruck und Ernährung - Heidelbeeren - Beerenstark auch gegen Bluthochdruck

Heidelbeeren - Beerenstark auch gegen Bluthochdruck

Zwei kleinere Studien erbrachten Hinweise darauf, dass Blau- bzw. Heidelbeeren, einen positiven Einfluss auf den Blutdruck nehmen können.

An einer Universität in Florida untersuchte Sarah A. Johnson mit ihrem Team 2015 die Auswirkungen einer täglichen Einnahme von 22 g  eines Pulvers aus gefriergetrockneten Heidelbeeren (dies entspricht in etwa einer Tasse frischer Heidelbeeren). Als Probanden nahmen 48 Frauen, die die Wechseljahre bereits durchgemacht hatten,  an der Studie teil. Die Frauen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: eine Gruppe erhielt die o.g. 22 g des Heidelbeerpulvers, die andere Gruppe eine entsprechende Menge eines Placebopulvers.

Zu Beginn der Studie lag der Blutdruck der Teilnehmerinnen im hochnormal bis leichtgradig erhöhten Bereich. Nach acht Wochen war der systolische Blutdruck der Gruppe, die das Heidelbeerpulver erhielt, im Mittel um 7 mmHg, der diastolische Wert im Mittel um 5 mmHg gesunken. In der Vergleichsguppe änderte sich im Beobachtungszeitraum nichts an den Blutdruckwerten.

Neben der Blutdrucksenkung konnte in der Untersuchungsgruppe auch ein Verbesserung der Gefäßflexibilität gefunden werden; die Blutgefäße waren weniger steif und wieder dehnfähiger geworden.

Eine neuere Studie von Forschern des Kings College in London weist in die selbe Richtung. Die Wissenschaftler verabreichten 2019 den 40 gesunden Teilnehmern ihrer Studie täglich den Saft aus 200 g Blaubeeren bzw. ein Kontrollgetränk. Im Beobachtungszeitraum von einem Monat sank der systolische Blutdruck der Probanden im Mittel um 5 mmHg.  Auch auf die Funktion der Blutgefäße wirkte sich der Heidelbeersaft positiv aus. Bereits zwei Stunden nach Genuss des Saftes verbesserte sich die Elastizität der Oberarmarterie.

Für diese Effekte machen die Forscher v.a. den blauen Farbstoff der Beeren, die sogenannten Anthocyane,  verantwortlich. Sie untermauerten dies ein einer zweiten Studie, in der den Teilnehmern ein Getränk mit gereinigten Anthocyanen gegeben wurde. Als Vergleich diente ein Heidelbeergetränk sowie Kontrollgetränke, die entweder entsprechende Mengen an Ballaststoffen, Mineralien oder Vitaminen aus Blaubeeren enthielten.

Keines der Kontrollgetränke zeigte Auswirkungen auf die Endothelfunktion der Blutgefäße, diese Effekte ließen sich nur in den Getränken mit Anthocyanen nachweisen. Die Endothelzellen, mit denen Blutgefäße ausgekleidet sind, sind maßgeblich an Blutgerinnung und der Regulierung des Blutdrucks beteiligt.

Die leitende Forscherin Dr. Ana Rodriguez-Mateos spricht sich dennoch für den Verzehr der ganzen Beere aus, um den vollen Nutzen aus dem leckeren Powerfood zu ziehen.

Zusammenfassend kann noch nicht abgesehen werden, ob die Effekte durch den regelmäßigen Verzehr von Heidelbeeren anhaltend sind, oder sich mit der Zeit verlieren. Jedoch geben die Forschungsergebnisse einen guten Grund die leckeren Beeren, denen auch noch weitere gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden, in den Speiseplan einzubauen.

Quellen


Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (06/2019).



Weitere Informationen suchen zu

info@blutdruckdaten.de

09122/632212