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Herzbericht 2018 der Deutschen Herzgesellschaft

Der jährlich herausgegebene Herzbericht der Deutschen Herzstiftung berichtet, wie es um die Herzgesundheit in Deutschland bestellt ist.

Die Ausgabe des Jahres 2018 wurde im Februar 2019 in Berlin vorgestellt. Hier wird Erfreuliches berichtet: Im Vergleich zum Vorjahr verstarben weniger Menschen an Herz-/Kreislauferkrankungen. Herz-/Kreislauferkrankungen stehen jedoch weiterhin an der Spitze der Statistik der Todesursachen. Die Krankenhauseinweisungen aufgrund dieser Erkrankungen stiegen beträchtlich an.

Durch die insgesamt höhere Lebenserwartung und die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten nahmen v.a. die Fälle von altersbedingten Herzerkrankungen zu. Dank fortschrittlicher Behandlungsmöglichkeiten leben die Betroffenen nun länger mit chronischen Herzerkrankungen, müssen sich jedoch auch häufiger deshalb in Kliniken behandeln lassen.

Immer noch geht aber auch ein großer Teil der Herz-/Kreislauferkrankungen auf vermeidbare, lebensstilbedingte Faktoren zurück. Noch immer sind relativ viele Menschen, die eine Anschlussheilbehandlung oder Reha aufgrund von Herz-/Kreislauferkrankungen erhalten, übergewichtig, Raucher oder Diabetiker. Der Anteil der Raucher unter den Rehabilitanten ist sogar um 10% gestiegen. Den größten Risikofaktor stellt jedoch nach wie vor der Bluthochdruck dar. An diesem litten rund die Hälfte aller Personen, die eine Reha verordnet bekamen. Fast ebenso viele, nämlich 42%, wiesen Fettstoffwechselstörungen auf.

Der Prävention, also der Vorsorge, kommt daher weiterhin eine Schlüsselrolle zu. Der Herzbericht 2018 stellt vor allem die Notwendigkeit der Prävention in sozial benachteiligten Gebieten heraus. So seien Raucher und stark Übergewichtige in diesen Stadtteilen weit häufiger anzutreffen, als in besser gestellten Gegenden. Auch Herzinfarkte bei unter 50-Jährigen kommen in diesen Bezirken gehäufter vor. Die 5-Jahres-Prognose derer, die einen Infarkt erlitten haben, ist schlechter als in besser gestellten Vierteln.

Es wird darauf gedrungen staatlicherseits Präventionsmaßnahmen stärker zu fördern. Prävention muss bereits in KiTas und Schulen vermittelt, sowie Kurse in den Arbeitsstätten angeboten werden. Ein spezieller Fokus sollte hierbei auf sozial benachteiligte Regionen und Personen mit einem niedrigen Bildungsniveau gelegt werden. Die wichtigste Stellschraube um kardiovaskuläre Risikofaktoren zu minimieren bleibt die Änderung des persönlichen Lebensstils hin zu gesunder Ernährung, mehr Bewegung, Nikotinkarenz ect.

Quellen



Herzbericht 2017 der Deutschen Herzstiftung

Der jährlich herausgegebene Herzbericht der Deutschen Herzstiftung informiert, wie es um die Herzgesundheit in Deutschland bestellt ist.

Die Ausgabe des Jahres 2017 (erschienen Ende Januar 2018) berichtet über eine erfreuliche Entwicklung: es versterben immer weniger Menschen an einem Herzinfarkt. Dem gegenüber steht jedoch die Negativentwicklung, dass immer mehr Menschen an Herzerkrankungen leiden.

Dies geht zu einem Teil zu Lasten der immer höheren Lebenserwartung, es wird aber auch die Wichigkeit der Präventionsmaßnahmen, also der Vorbeugung vor Herzerkrankungen, herausgearbeitet.


Der Blutdruck in Deutschland ist im Mittelwert erfreulicherweise gesunken. Das gesunkene Mittel von systolischem und diastolischem Wert ist der besseren Erkennung und Behandlung von Bluthochdruck zuzuschreiben. Jedoch bleibt die Häufigkeit eines Bluthochdrucks in den letzten Jahrzehnten etwa gleich. Es werden also nicht weniger Fälle von Hypertonie verzeichnet. Etwa ein Viertel aller Erwachsenen lebt mit der Diagnose Bluthochdruck. Auch hier bleibt die größte und wichtigste Stellschraube um die Erkrankung zu verhindern, die Änderung des Lebensstils hin zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung.

Gesundheitsschädliches Verhalten gehört zu den acht von der deutschen Herzgesellschaft benannten kardiovaskulären, also das Herz und den Kreislauf betreffenden, Risikofaktoren.

Diese sind: sportliche Inaktivität, riskanter Alkoholkonsum, Rauchen, geringer Obst- und Gemüseverzehr, Adipositas, Hypertonie, Diabetes und Fettstoffwechselstörung.


In einer telefonischen Befragung von mehr als 62000 Erwachsenen, gaben 36 % der Männer und 26,6 % der Frauen an drei oder mehr dieser Risikofaktoren aufzuweisen. Lediglich 18% der Frauen und 13,3% der Männer leben ganz ohne einen der genannten Risikofaktoren.


Hält man sich vor Augen, dass das Gesamtrisiko einer Herz- oder Kreislauferkrankung durch das Auftreten mehrerer Risikofaktoren zum Teil überproportional steigt, wird deutlich, wie wichtig das eigene Zutun im Hinblick auf eine gesunde Lebensgestaltung ist.

Quelle:


Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (05/2019).
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