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Hypertonie

Damit der menschliche Körper und alle Organe regelmäßig mit Energie und Sauerstoff versorgt werden und nicht mehr benötigte Stoffe und Abbauprodukte abtransportiert werden können, ist es notwendig, dass ein ständiger Blutfluss herrscht. Der Blutdruck ist dabei die treibende Kraft für die gleichmäßige Durchblutung aller Organe und Gewebe im menschlichen Organismus. Der Blutdruck gliedert sich in den Zufluss von Blut in die Organe und den Abfluss des Blutes aus den Organen. Dabei wird der Zufluss durch die Herztätigkeit, der Abfluss durch Gefäße in den Organen, die sogenannten Arteriolen, gewährleistet. Ist der Blutdruck eines Menschen dauerhaft ohne erkennbare Gründe wie Sport oder Stress erhöht, kann ein sogenannter Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, vorliegen. Die Hypertonie kann in drei Schweregrade eingeteilt werden. Der Wert des Blutdrucks wird in mmHg angegeben. Eine leichte Hypertonie liegt bereits bei einem systolischen Wert von über 140 und einem diastolischen Wert von über 90 vor. Von einer schweren Hypertonie wird ab Werten von 180/110 mmHg gesprochen.
Typische Symptome eines Bluthochdrucks sind Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen. In vielen Fällen macht eine Hypertonie anfangs eher wenig Probleme und wird häufig erst beim Auftreten bestimmter bluthochdruckassoziierter Folgeerkrankungen wie einer Angina pectoris diagnostiziert. Die Ursachen der Entstehung einer Hypertonie sind noch nicht gänzlich geklärt. Wenn ein leibliches Familienmitglied an Hypertonie leidet, ist das Risiko selbst einen Bluthochdruck zu entwickeln erhöht. Weitere beeinflussbare Risikofaktoren für eine Hypertonie sind Übergewicht, Stress und ein Mangel an Bewegung.

Das Krankheitsbild der Hypertonie ist von großer Bedeutung für die Gesellschaft. Bluthochdruck ist ein zentraler Risikofaktor für Erkrankungen der Hirngefäße und des Herzens. Dazu zählen etwa die koronare Herzkrankheit und die Herzinsuffizienz. Durch Bluthochdruck können Durchblutungsstörungen in der Körperperipherie entstehen. Eine Niereninsuffizienz ist eine weitere mögliche Folgeerkrankung. Kontrolluntersuchungen des Blutdrucks sind einfach durchzuführen und sollten daher regelmäßig wiederholt werden. Der Blutdruck kann elektronisch oder manuell gemessen werden. Wichtig dabei ist, die richtige Manschettengröße zu verwenden und auf die korrekte Armhaltung zu achten, um Messfehler zu vermeiden. Bei der Verwendung von unpassendem Zubehör kann der Wert bis zu 30 mmHg abweichen.

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Text medizinisch-fachlich geprüft und überarbeitet von
Sabine Croci (04/2017).









 

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