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Mundspülungen reduzieren die blutdrucksenkende Wirkung von Sport

Sport senkt den Blutdruck, das ist bekannt. Die Werte liegen zwar während der Sporteinheit höher, was ein völlig normaler Regulationsmechanismus ist, jedoch sinkt der Blutdruck nach dem Sport meist unter das Niveau, auf dem er vor der körperlichen Aktivität lag. Auch langfristig wirkt sich Sport positiv auf den Blutdruck aus.

Englische Forscher fanden jedoch heraus, dass ein antiseptisches Mundwasser diese Wirkung zunichte macht.

Sie beobachteten 19 junge und gesunde Freiwillige, die in der ersten Beobachtungswoche keine Mundspülung verwendeten, in der zweiten Wochen nutzten die Probanden Chlorhexidin-haltiges Mundwasser. Die erste Woche diente hierbei zur Erhebung von Vergleichswerten.

Chlorhexidin hemmt Bakterien in der Mundhöhle die von Nitrat zu Nitrit umwandeln. Nitrit wiederum ist ein Vorläufer des  gefäßerweiternden Stickstoffmonoxid (NO). Dies machen die Forscher dafür verantwortlich, dass der Blutdruck der Mundwasser-Gruppe anstieg. Das Mundwasser verhinderte die Nitritproduktion in der Mundhöhle um 90%.

Eine weitere Studie untermauert diese Erkenntnis. Hier wurden nun 23 gesunde Erwachsene für 30 Minuten aufs Laufband geschickt und danach gebeten sich direkt danach, nach 60 und nach 90 Minuten den Mund mit Mundwasser auszuspülen. Ein Teil der hierzu angebotenen Lösungen enthielt jedoch lediglich das Kontrollgetränk, während der andere Teil das zu testende Mundwasser war. Für die Teilnehmer war so nicht zu erkennen, wer welche Probe erhielt. Der Blutdruck wurde bei allen vor, sowie eine und zwei Stunden nach dem Training gemessen.
Die Werte der Teilnehmer die mit Kontrolllösung ihren Mund ausspülten, waren die Blutdruckwerte erwartungsgemäß nach dem Training abgesunken. Durchschnittlich lagen die Werte in dieser Gruppe 5,2 mmHg niedriger als zuvor. Dieses Niveau blieb auch nach 2 Stunden nach dem Training erhalten.
Die Personen, die das Mundwasser nach dem Training nutzten, erzielten lediglich eine Blutdrucksenkung von durchschnittlich 2 mmHg, welche sich bei der letzten Messung nach zwei Stunden bereits aufgehoben hatte.

Dieser Effekt geht auf die oben erwähnte, gehemmte Umwandlung von Nitrat/ Nitrit in Stickstoffmonoxid zurück. Beim Sport wird, um den Muskeln in der Belastung ausreichend Sauerstoff zur Verfügung zu stellen, vermehrt Stickstoffmonoxid, das ja bekanntlich die Gefäße erweitert, gebildet. Maßgeblich daran beteiligt sind, nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler, die Bakterien in der Mundhöhle, die diesen Umbau von Nitrat in Nitrit und dann in Stickstoffmonoxid unterstützen. Werden diese durch ein Chlorhexidinhaltiges Mundwasser an ihrer Arbeit gehindert, können die Gefäße nicht im ausreichenden Maß weit gestellt werden und die Bludrucksenkung nach dem Sport bleibt größtenteils aus.  

Da auch rote Beete über diesen Mechanismus wirkt und eine Blutdrucksenkung begünstigen kann, ist es möglich, dass das Verwenden eines Chlorhexidinhaltigen Mundwassers nach dem Genuss roter Beete, diese positive Wirkung zunichte machen kann.

Quellen


Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (10/2019).
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