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Pulsdruck (Pulsamplitude, Blutdruckamplitude)

Wenig bekannt und doch bedeutend: der Pulsdruck. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr darüber, welche Rolle der Pulsdruck in der Gesundheit spielt, wie Sie Ihren Pulsdruck bestimmen, sowie Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung.

In diesem Beitrag lesen Sie:

Was ist der Pulsdruck?

Der Pulsdruck ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck und ist ein Messwert für die Elastizität der großen Blutgefäße. Sind die Gefäße weniger elastisch, fließt das Blut mit höherem Druck durch den Körper und der Pulsdruck erhöht sich. Das bedeutet: je höher der Pulsdruck, desto höher der Widerstand der großen Gefäße. 

Pulsdruck und Gefäßwiderstand
Um die Druckschwankungen zwischen Systole und Diastole auszugleichen, haben vor allem herznahe Arterien einen hohen Anteil elastischer Fasern. Diese Elastizität ist notwendig, um aus einer pulsierenden Strömung einen kontinuierlichen Blutfluss zu schaffen. Aus diesem Grund werden unter anderem die Hauptschlagader (Aorta) und die Halsschlagader (Arteria carotis communis) als Arteria elastotypica bezeichnet – also Arterien vom elastischen Typ.

Zur Erinnerung: Arterien sind jene Gefäße, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen in den Körperkreislauf leiten. Venen führen das sauerstoffarme Blut wieder zum Herzen zurück.

Die ausgeprägte Elastizität der Hauptschlagader wird als Windkesselfunktion  der Aorta bezeichnet. Der Vergleich eines Windkessels stammt ursprünglich aus der Hydraulik: Ein Windkessel ist ein meist luftgefüllter Behälter, der Druckschwankungen in Flüssigkeitsleitungen ausgleicht. Er wird in Geräten mit Pumpen oder Kompressoren eingesetzt, um einen konstanten Fluss zu gewährleisten. Drückt ein Kompressor Flüssigkeit in ein System, steigt der Druck im Windkessel und die enthaltene Luft wird komprimiert. Lässt der Druck nach, breitet sich die Luft im Windkessel aus und befördert die restliche Flüssigkeit.

Diesem Prinzip folgt auch die Aorta, nur dass in diesem Fall elastische Gefäßwände die Druckwelle ausgleichen und nicht komprimierte Gase wie Luft.
Ein Windkessel wird eingesetzt, um die Lebensdauer der Pumpe oder des Kompressors zu verlängern, da er nicht konstant maximale Leistung erbringen muss. So wie der Windkessel den Kompressor vor Belastung schützt, schützt die Windkesselfunktion der Aorta das Herz. Lässt die Windkesselfunktion der Aorta nach, zum Beispiel aufgrund von Verkalkungen, muss das Herz mehr Kraft aufbringen und der Druck in den Gefäßen steigt aufgrund fehlender Elastizität – der systolische Blutdruck und der Pulsdruck steigen.

Illustration: Systole, Diastole und Pulsdruck

Den Pulsdruck berechnen
Zur Berechnung des Pulsdrucks wird der diastolische Blutdruck vom systolischen Blutdruck abgezogen:
                Pulsdruck = Systolischer Blutdruck – Diastolischer Blutdruck

Die Berechnung des Pulsdrucks lässt sich in einem einfachen Beispiel nachvollziehen:

Systolischer Blutdruck : 120 mmHg
Diastolischer Blutdruck: 80 mmHg
Pulsdruck: 120-80 = 40 mmHg

Der Pulsdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben, wie auch der Blutdruck.

Bisherige Erkenntnisse zum Pulsdruck

Während der Blutdruck eine fundamentale Rolle in der Medizin spielt, wird dem Pulsdruck erst in den letzten zwei Jahrzehnten mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Ein besonderer Zusammenhang scheint zwischen einem erhöhten Pulsdruck und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse zu sein. Herz-Kreislauf-Ereignisse können alle Teile des Herzens und der Blutgefäße betreffen. Beispiele dafür sind Herzrhythmusstörungen, der Herzinfarkt oder der Schlaganfall.

Einige wissenschaftliche Studien konnten bereits mehr über die Relevanz des Pulsdrucks herausfinden:

Pulsdruck und Herz-Kreislauf-Ereignisse
Bisherige wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass der Pulsdruck bei Personen mittleren oder höheren Alters ein verlässlicherer Vorhersagewert für Herz-Kreislauf-Ereignisse sein könnte als die Blutdruckwerte der Systole und Diastole.

Bei Bluthochdruck: Eine Untersuchung, die drei wissenschaftliche Studien mit über 7.900 Personen zusammenfasste, kam zu dem Schluss, dass ein um 10 mmHg höherer Pulsdruck bei Personen mit Bluthochdruck die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen im Herz-Kreislauf-System vorhersehen könnte. Auch ein Zusammenhang mit der Sterblichkeit wurde beobachtet. Jedoch ist nicht klar, ob diese Ergebnisse auch auf jüngere Menschen zutreffen.

Ohne Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen: Eine Studie, die 1.924 Frauen und Männer, ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Blutdruckmedikamente, im Mittel über 14 Jahre untersuchte, zeigte ähnliche Ergebnisse : Der Pulsdruck war (gering) aussagekräftiger für die Vorhersage einer Koronaren Herzkrankheit (KHK), als der systolische und diastolische Blutdruck. Es wurde beobachtet, dass das KHK-Risiko bei steigendem Pulsdruck, aber gleichbleibendem systolischem Blutdruck höher war als bei steigendem systolischem Blutdruck und gleichbleibendem Pulsdruck. Dies könnte bedeuten, dass Personen mit rein erhöhtem systolischem Blutdruckwert (isoliert systolischer Hypertonie) ein höheres KHK-Risiko haben könnten als Personen mit erhöhten systolischen und diastolischen Werten . Dieser Zusammenhang wird in der Forschung noch diskutiert, denn bei Herzversagen (Herzinsuffizienz) wurden diese Ergebnisse nicht beobachtet – die isolierte systolische Hypertonie und Bluthochdruck mit hoher Systole und Diastole führten beide zu ähnlichen Häufigkeiten von Herzversagen (25% und 22%).

Pulsdruck und Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste chronische Herzrhythmusstörung bei Erwachsenen und erhöht das Sterbe- und Schlaganfallrisiko. Da neben anderen Risikofaktoren auch ein erhöhter systolischer Blutdruck das Risiko für Vorhofflimmern erhöht, stellte sich die Frage, ob auch der Pulsdruck in Zusammenhang stehen könnte. Folglich untersuchte eine Studie 5.331 Frauen und Männer über eine Dauer von 20 Jahren und konnte zeigen, dass ein höherer Pulsdruck   ein wichtiger Vorhersagewert für zukünftiges Vorhofflimmern war. Die Studie empfiehlt, den Pulsdruck bei der Interpretation des Blutdrucks zu berücksichtigen, um das Risiko für Vorhofflimmern einzubeziehen.

Pulsdruck und Schlaganfall
Kommt es zu einer Durchblutungsstörung (ischämisch) oder Blutung (hämorrhgaisch) im Gehirn, spricht Gesundheitspersonal von einem Schlaganfall. Bluthochdruck und Herzerkrankungen sind zwei von vielen Risikofaktoren, die das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.  Eine Studie konnte zeigen, dass ein erhöhter Pulsdruck   ein Faktor sein kann, der das Schlaganfall-Risiko beeinflusst. Das Sterberisiko konnte der Pulsdruck jedoch nicht abstecken, hierfür war der systolische Blutdruck aussagekräftiger.

Pulsdruck interpretieren

Mithilfe von BlutdruckDaten haben Sie die Möglichkeit, Ihren Pulsdruck zu überwachen. Hierbei werden Ihnen nicht nur der systolische und diastolische Blutdruck, sondern auch der Puls und der Pulsdruck in einer grafischen Darstellung angezeigt. So können Sie die Entwicklung des Pulsdrucks über die Zeit beobachten.

Das klingt vielleicht kompliziert, lässt sich an folgendem Beispiel jedoch einfach erklären:
Diagramm: Pulsdruck im Verlauf

In diesem Bild sehen Sie eine Darstellung von normalen Blutdruck- und Pulsdruckwerten, wie sie in der App ersichtlich sind.

Zum Vergleich: Blutdruckwerte ab 140/90 mmHg gelten als Bluthochdruck.

Die grüne und rote Linie zeigt den systolischen und diastolischen Blutdruck. Der Puls ist in Blau dargestellt und der Pulsdruck in Gelb.

In diesem Beispiel ist der Blutdruck am 1. Mai 2021 129/87 mmHg. Dies entspricht einem Normalwert und ergibt einen Pulsdruck von 42 mmHg (129 – 87 mmHg = 42 mmHg). Im Laufe der Zeit sind kleine Blutdruckschwankungen zu erkennen, die Schwankungen im Pulsdruck fallen jedoch geringer aus, wie an der gelben Linie zu erkennen ist. Bis zum Ende der Aufzeichnung am 13. Oktober 2023 beträgt der Pulsdruck etwa 43 mmHg. An der gelben Linie lässt sich ein minimaler Anstieg des Pulsdrucks über die Zeit erkennen.

In den meisten Fällen ist der Anstieg des Pulsdrucks ein langsamer Prozess, eine regelmäßige und lange Aufzeichnung lohnt sich also. Würde in diesem Beispiel der Pulsdruck weiter ansteigen, ist ein Arztbesuch empfehlenswert.

Pulsdruck Normalwerte
Bisher existieren keine offiziellen Werte für einen auffälligen Pulsdruck. Bei gesunden Personen beträgt er üblicherweise unter 50 mmHg.

Sind Sie sich unsicher bezüglich der Pulsdruck-Werte oder steigen diese an, fragen Sie Ihre Ärztin oder Arzt um Rat. Je genauer und häufiger Sie Blutdruck und Pulsdruck Werte dokumentieren, desto besser können sie interpretiert werden.

Wie wird der Pulsdruck gemessen?
Der Pulsdruck wird von vielen automatischen Blutdruckmessgeräten angezeigt. Zeigt ein Gerät den Pulsdruck nicht an oder wird manuell gemessen, kann der Pulsdruck durch Abziehen des diastolischen Werts vom systolischen Wert berechnet werden.

Ursachen für hohen Pulsdruck

Ausdauersport
Ein erhöhter Pulsdruck kann bei trainierten Ausdauersportlerinnen und Ausdauersportlern auftreten, wie zum Beispiel beim Ausdauerlauf. Grund dafür ist, dass bei vermehrtem Ausdauertraining die Herzmuskulatur zunimmt, wodurch mehr Blut und somit mehr Sauerstoff durch den Körper gepumpt werden kann. Durch den vermehrten Blutfluss und Schlagvolumen des Herzens nimmt der systolische Blutdruck zu. Der diastolische Blutdruck sinkt hingegen aufgrund des geringeren Widerstandes in den Gefäßen. Das liegt daran, dass durch regelmäßigen und häufigen Ausdauersport mehr langsam-arbeitende Muskelfasern in den Wänden der kleinen Blutgefäße (Arteriolen) gebildet werden, als schnell-arbeitende Muskelfasern – der Widerstand und Druck sinkt.
Die Folge: Die Schere zwischen systolischem und diastolischem Wert geht auseinander und der Pulsdruck steigt. Personen mit großen Mengen an Muskelmasse können ebenfalls einen erhöhten Pulsdruck haben.

Grundsätzlich fördert ein sportlicher Lebensstil die Gesundheit. Ob der erhöhte Pulsdruck bei sehr sportlichen Menschen die Gesundheit beeinflusst, ist bis heute unklar.

Alter
Während des natürlichen Alterungsprozesses des Menschen werden die großen arteriellen Blutgefäße steifer. Dies liegt daran, dass es im Laufe der Zeit zum Umbau in den Gefäßwänden kommt: elastische Fasern (Elastin) werden weniger und starres Kollagen I und Verkalkungen werden mehr. Die Folge: die linke Herzkammer pumpt das Blut durch „steifere“ Gefäße in den Körperkreislauf und muss entgegen einem höheren Gefäßwiderstand pumpen, als bei elastischen Gefäßen – der Pulsdruck steigt.
Steifere Gefõ¯e erh÷hen den Pulsdruck
Durch die vermehrte Anstrengung wird die linke Herzkammer mit der Zeit größer, was von Gesundheitspersonal als Hypertrophie bezeichnet wird. Der höhere Pulsdruck in den kleinen Gefäßen von Organen, zum Beispiel im Gehirn oder den Nieren, kann zu Gewebeschäden führen.

In der Regel steigt der systolische Blutdruck im Alter an und der diastolische sinkt.

Kommt es nur zum Anstieg des systolischen Blutdrucks über 140 mmHg spricht Gesundheitspersonal von einer isolierten systolischen Hypertonie.   Die isolierte systolische Hypertonie ist die häufigste Form (75%) des Bluthochdrucks bei bisher unbehandelten Menschen über 75 Jahre.  Auch jüngere Menschen können eine isolierte systolische Hypertonie haben, auch wenn ein gleichzeitiger Anstieg von Systole und Diastole häufiger ist . Diese Form des Bluthochdrucks geht mit einem erhöhten Risiko einher, eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden und sollte beharrlich behandelt werden. 

Ein Beispiel
Herbert hat einen regelmäßigen Blutdruck von 150/95 mmHg. Diese Werte sind laut medizinischer Leitlinien zu  hoch und werden als Bluthochdruck bezeichnet.

Manfred hat einen regelmäßigen Blutdruck von 150/80 mmHg. Bei Manfred ist nur der systolische Wert (150 mmHg) erhöht, der diastolische Wert (80 mmHg) liegt im Normalbereich – dies wird als isoliert systolische Hypertonie bezeichnet.

Sollen nun Herbert und Manfred der hausärztlichen Praxis aufgrund ihrer Blutdruckwerte einen Besuch abstatten?

Ja, sowohl Herbert als auch Manfred sollten ihre Blutdruckwerte ärztlich begutachten lassen, denn die meisten Fachgesellschaften empfehlen bei erhöhtem systolischem Wert sowie bei erhöhtem systolischem und diastolischem Wert eine Behandlung.

Erkrankungen
Ein erhöhter oder weiter Pulsdruck kann durch unterschiedliche Erkrankungen ausgelöst werden. Hier einige Beispiele:
  • Aortenklappeninsuffizienz
  • Aortensklerose: erhöhter Gefäßwiderstand
  • Ausgeprägter Eisenmangel: Viskosität des Blutes verändert sich
  • Arteriosklerose
  • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreoidismus): erhöhter systolischer Blutdruck

Ursache für niedrigen Pulsdruck

Erkrankungen
Niedriger oder schmaler Pulsdruck kann bei folgenden Erkrankungen auftreten:
  • Herzversagen: Das Herz pumpt das Blut mit unzureichendem Druck durch den Körper.
  • Blutverlust: Hat das Herz wenig Volumen/Blut zum Pumpen, sinkt der Pulsdruck. Dies kann zum Beispiel nach einer Verletzung durch einen Verkehrsunfall der Fall sein.
  • Aortenstenose: Bei verengter Aorta ist der Druck vor der Engstelle hoch, danach jedoch zu niedrig; folglich wird ein niedriger Druck gemessen.
  • Herzbeuteltamponade: Befindet sich Flüssigkeit zwischen Herzbeutel und Herz (zum Beispiel aufgrund einer Blutung eines Herzkranzgefäßes), wird das Herz von außen bedrängt und kann nur unzureichende Blutmengen in den Körperkreislauf pumpen. Eine Herzbeuteltamponade ist eine seltene Erkrankung. Betroffenen geht es meist sehr schlecht, leiden unter Atemnot, Herzrasen und haben Kreislaufprobleme.
Haben Männer und Frauen den gleichen Pulsdruck?
Frauen neigen in jungem Erwachsenenalter weniger zu erhöhtem Pulsdruck als Männer. In höherem Alter steigt bei Frauen jedoch der Pulsdruck rascher und auch steiler an als beim anderen Geschlecht. Eine Untersuchung, die 22 Studien miteinander verglich, hat gezeigt, dass auch in nicht-industrialisierten Ländern dieser Unterschied besteht. Das weist darauf hin, dass die Ergebnisse vorrangig auf den menschlichen Alterungsprozess zurückzuführen sind als auf einen bestimmten Lebensstil.

Das lässt nahelegen, dass bei Frauen in fortgeschrittenem Alter besonders auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit geachtet werden sollten.

Fazit

Der Pulsdruck ist ein Wert, dem bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, jedoch eine bedeutende Rolle in der Medizin einnehmen könnte.
Studien konnten zeigen, dass ein erhöhter Pulsdruck vor allem Ereignisse des Herz-Kreislauf-Systems vorhersagen könnte. Menschen mittleren und höheren Alters könnten besonders von einer regelmäßigen Kontrolle des Pulsdrucks profitieren.

Die isolierte systolische Hypertonie ist die häufigste Form des Bluthochdrucks bei älteren Personen. Bei steigender Systole, aber gleichbleibender oder sinkender Diastole steigt der Pulsdruck. Diese Ergebnisse könnten bedeuten, dass eine isolierte systolische Hypertonie mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse einhergehen, als bei Bluthochdruck, in dem Systole und Diastole erhöht sind. Zukünftige Studien könnten diese Fragestellung klären.

Es ist bisher unklar, ob diese Ergebnisse für jüngere Menschen relevant sind und ob die beobachteten Zusammenhänge zwischen Pulsdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen Zufälle sind oder tatsächlichen Einfluss aufeinander haben.

Der Pulsdruck darf jedoch nicht deshalb in der Norm sein, weil der diastolische Blutdruckwert zu hoch ist. Ein zu hoher diastolischer Blutdruck erhöht das Risiko eine koronaren Herzerkrankung zu bekommen. Unabhängig davon, ob nur der diastolische Blutdruck erhöht ist, oder ob gleichzeitig auch der systolische Blutdruck zu hoch ist. Ein normaler Pulsdruck fußt also immer auf normalen diastolischen Blutdruckwerten und niemals auf einem erhöhten diastolischen Blutdruck.

Unser Tipp: Dokumentieren Sie Ihren Blutdruck mit der Bludruckdaten-App. Dann haben Sie auch direkt Ihren Pulsdrucks immer im Blick.

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Von Dr. med. univ. Lisa Raberger. Dieser Artikel ist medizinisch-fachlich geprüft. Letzte Aktualisierung (02/2024).

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