Blutdruckarten

Es gibt den hohen, den niedrigen, den sogenannten diastolischen und den systolischen Blutdruck. Doch was bedeuten die unterschiedlichen Begriffe?

Der hohe Blutdruck - die Hypertonie

Der Blutdruck kann situationsabhängig steigen, ein Umstand, der definitiv normal ist. Schlussendlich muss sich das menschliche Herz-Kreislauf-System an die jeweilige Situation anpassen, sodass die Organe mit genügend Blut versorgt werden. Mediziner sprechen von einem hohen Blutdruck, wenn dieser wiederholt über 140/90 mmHg liegt. Ein erhöhter Blutdruck, der als "hochnormal" eingestuft wird, liegt zwischen 130 und 139 (systolischer Wert) und zwischen 85 und 89 (diastolischer Wert). Bei Werten, die über 180 (systolischer Wert) und 110 (diastolischer Wert) liegen, spricht der Mediziner von einem schweren Bluthochdruck.

-> Hoher Blutdruck

Der niedrige Blutdruck - die Hypotonie

Vor allem große und hagere Menschen, Schwangere, ältere Personen und Jugendliche, die sich im Wachstum befinden, leiden unter der sogenannten Hypotonie, einem zu niedrigen Blutdruck. Dabei unterscheidet der Mediziner zwischen einem primär niedrigen Blutdruck (es konnte kein ersichtlicher Grund gefunden werden), einem sekundär niedrigen Blutdruck (es liegen körperliche Ursachen vor) und einem orthostatisch bedingtem niedrigen Blutdruck (tritt bei einer raschen Änderung der Körperlage ein). Liegt der Blutdruck unter 105 (systolischer Wert) zu 65 (diastolischer Wert), gilt er als zu niedrig.

-> Niedriger Blutdruck

Der diastolische Blutdruck

Der Blutdruck hat einen systolischen und einen diastolischen Druckwert. Als diastolischer Blutdruck-Wert wird jener bezeichnet, der den Restdruck des Herzmuskels bestimmt. Es hier handelt sich hierbei um die sogenannte Entspannungsphase. Die linke Herzkammer zieht sich beim Pumpvorgang zusammen und muss sich erst wieder mit Blut füllen, um einen weiteren Pumpvorgang ausüben zu können. Dabei kommt es zu einer Entspannungsphase. In dieser Zeit wird kein Blut durch die Hauptschlagader gepumpt. Der diastolische Blutdruck wird gerne als zweiter oder unterer Wert bezeichnet und ist deutlich niedriger als der erste  oder obere Wert (systolischer Blutdruck).

-> Diastolischer Blutdruck

Der systolische Blutdruck

Der systolische Blutdruck, auch erster oder oberer Blutdruckwert genannt, beschreibt den Druck in der Pumpphase des Herzens. Er zeigt wie hoch die Ejektionsleistung (Auswurfleistung) des Herzens ist. Der Normwert liegt bei rund 120 mmHg. Er ist im Regelfall höher als der diastolische Blutdruck.

-> Systolischer Blutdruck

Die Morgenhypertonie

Der sogenannte Morgenhochdruck bezeichnet einen überschießenden Blutdruckanstieg in den frühen Morgen- bis Vormittagsstunden bis ca. 9 - 10 Uhr. Er ist ein normales Ereignis, das  jeder Mensch, egal ob er normale oder erhöhte Blutdruckwerte hat,  erlebt. Für Hypertoniker (Menschen mit Bluthochdruck) kann dieser Anstieg  allerdings ein bedrohliches Ausmaß annehmen, da er auf einem höheren  Niveau stattfindet.

-> Morgenhypertonie

Text medizinisch-fachlich geprüft und überarbeitet von
Sabine Croci (10/2016).









 

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