Blutdruck & Wetter

Welchen Zusammenhang gibt es?

Im Januar 2009 haben französische Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Blutdruck untersucht. Sie fanden heraus, dass in der kalten Jahreszeit der Blutdruck der Menschen höher ist als im Sommer.

In die Untersuchung wurden knapp 9000 Personen im Alter von 65 Jahren und älter einbezogen. Sie wurden zu unterschiedlichen Jahreszeiten und dementsprechend bei unterschiedlichen Temperaturen untersucht. Dabei zeigte sich im Winter ein um durchschnittlich 5 mmHg höherer systolischer Wert als im Sommer.

Hätte man die Probanden nach dem jeweils gemessenen Wert als Hypertoniker (Patienten mit Bluthochdruck) einstufen müssen, so wären im Winter ein Drittel betroffen gewesen, während es im Sommer nur ein Viertel gewesen wären.

Besonders ältere Menschen über 80 Jahre sind von dem Effekt der unterschiedlichen Blutdruckwerte je nach Wetterlage bzw. Außentemperatur betroffen.

Was sind die Gründe dafür?

Im Sommer bei Hitze schwitzen wir, verlieren also Feuchtigkeit. Damit der Körper dies leisten kann, weitet (entspannt) er die peripheren Blutgefäße (die vom Körper gesehen außen nahe der Haut liegen). Dadurch fließt mehr Blut in die peripheren Gefäße und der Blutdruck sinkt. Wird nun noch zu wenig getrunken, sinkt er durch den Flüssigkeitsverlust weiter ab.

Bei Kälte findet der umgekehrte Prozess statt: Um den Körper vor Wärmeverlust zu schützen, werden die peripheren Blutgefäße und Kapillaren verengt, sodass hier hin weniger Blut fließen kann – die vorhandene Menge des Blutes muss nun mit höherem Druck transportiert werden. Bei Menschen mit einer starken Hypertonie kann das gefährlich sein – sogar das Risiko für einen Herzinfarkt steigt im Winter.

Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (04/2017).









 

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