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Blutdruck Symptome

Der menschliche Organismus kontrolliert den Blutdruck mit Hilfe einer komplexen Funktionseinheit, die in ihrer Kompliziertheit bis heute nicht völlig verstanden wird. Pathologische Veränderungen des Blutdrucks, die Hypertonie (hoher Blutdruck) und die Hypotonie (niedriger Blutdruck), können medikamentös beeinflusst werden. Die Behandlungen sind aber - besonders bei einer essentiellen Hypertonie - eher als symptomatisch zu werten und damit über einen langen Zeitraum, meist lebenslang erforderlich.
Symptome bei Bluthochdruck

Hypotonie - zu niedriger Blutdruck und seine Symptome

Hypotonie ist meist kein Zustand, der unbedingt ärztlich behandelt werden muss. Ein zu niedriger Blutdruck kann im Vergleich zur Hypertonie in der Regel keine Schäden anrichten. Es gibt jedoch seltene Formen, die z.B. hormonell bedingt sind und einer genaueren Abklärung und evtl. auch Therapie bedürfen. Man spricht bei Werten <100/60 mmHg von einer Hypotonie. Sie kann bei den Betroffenen Schwindelzustände erzeugen, die bedingt sind durch eine zeitweise Minderdurchblutung des Gehirns. In extremen Fällen könnte es zum „Black-out“ (einer kurzen Ohnmacht) kommen, der meist rasch wieder verschwindet, sobald der Betroffene in eine horizontale Lage gebracht wird. Gefährlich können solche Black-outs werden, wenn sie beim Autofahren oder in ähnlich kritischen Momenten auftreten. Zum Beispiel können durch den Black-out bedingte Stürze zu erheblichen Verletzungen führen. Auch in solchen Fällen ist die medikamentöse Behandlung der Hypotonie sinnvoll. Leichtere Symptome der Hypotonie sind Müdigkeit, Zittern, ein erhöhter Puls, der ein gewisses Maß an Nervosität bedingen kann, und Schwächegefühl.

Hypertonie - zu hoher Blutdruck und seine Symptome

  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen, vor allem morgens
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Ohrensausen
  • Müdigkeit/leichte Ermüdbarkeit
  • Nasenbluten
  • Kurzatmigkeit
  • gerötetes Gesicht
  • Übelkeit
  • Herzklopfen / Herzrhythmusstörungen
  • Sehstörungen
Der Bluthochdruck ist in jedem Fall eine behandlungspflichtige Erkrankung, da die Langzeitschäden den ganzen Organismus betreffen und von sehr ernster Natur sind. Die Tücke der Hypertonie ist, dass sie im Anfangsstadium meist vollkommen unbemerkt verläuft. Im späteren Verlauf können eine Reihe von Symptomen auftreten - beispielsweise morgendliche Kopfschmerzen, plötzliches Nasenbluten, Schwindel, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Nackenschmerzen und dergleichen. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Betroffene erste Zeichen von Herzenge (Angina pectoris) verspüren, sowie Atemnot (Dyspnoe), besonders unter Belastung. Infolge von Augenhintergrundveränderungen kann es auch zu einer verminderten Sehleistung kommen. Eine langfristig unbehandelte Hypertonie schädigt zudem die Nieren, was eine Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) hervorrufen könnte. Auch weitere Gefäßveränderungen sind typisch. In diesem Stadium sind Schlaganfall und Herzinfarkt die häufigsten Komplikationen.

Sollten solche Symptome auftreten, dann sind diese bereits als Folgeschäden eines über längere Zeit bestehenden Bluthochdrucks anzusehen.
Bei einer hochgradigen Hypertonie mit Blutdruckwerten über 180/110 können verschiedene Symptome akut auftreten - isoliert oder mehrere gemeinsam: Übelkeit und Erbrechen, starke Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Sehstörungen, Krampfanfälle, Bewusstseinsbeeinträchtigungen und neurologische Ausfallerscheinungen.

Quellen:


Dieser Artikel ist medizinisch-fachlich geprüft. Letzte Aktualisierung von Dr. med. Christine Berchtold-Benchieb (09/2022).

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