Hoher Blutdruck: Symptome

Bluthochdruck ist eine tückische Erkrankung, die lange Zeit symptomfrei bleiben kann, während der Mensch schon längst von der Krankheit selbst betroffen ist und die Gefäße unbemerkt Schaden nehmen. Ein zu hoher Blutdruck sollte am Besten schon erkannt werden, bevor er zu spürbaren Symptomen führt. Denn je eher Bluthochdruck als solcher erkannt wird, desto besser lässt er sich behandeln und der Mensch bleibt länger frei von weiteren Folgeschäden. Zu welchen Symptomen und Anzeichen kann hoher Blutdruck aber führen und was ist zu tun, wenn man diese bei sich selbst feststellt?

Morgendlicher Kopfschmerz und schlaflose Nächte

Normalerweise sinkt der Blutdruck abends und nachts ab und erreicht im Schlaf seinen tiefsten Punkt. Das dient der inneren Ruhe und sorgt u.a. dafür, dass der Mensch ruhig schlafen kann. Findet keine Nachtabsenkung des Blutdrucks statt, kann das zu Schlafstörungen führen.

In leichten Fällen und anfänglichen Stadien des Bluthochdrucks kann der Betroffene zwar meist ein- und durchschlafen, erwacht morgens aber mitunter mit Kopfschmerzen. Diese sitzen vor allem im Hinterkopf und verschwinden im Laufe des Tages häufig von allein wieder. Manchmal halten sie aber auch den ganzen Tag an und schwächen den Patienten zusätzlich.

Sichtbare Nervosität

Auf erhöhte Blutdruckwerte können auch eine permanente Nervosität und Anspannung hinweisen.

Roter Kopf

Ein gerötetes Gesicht evtl. mit sichtbaren feinen Äderchen wird häufig als Symptom eines Bluthochdrucks vermutet, hat aber meist andere Ursachen.
Ein starkt gerötetes Gesicht hingegen ggf. verbunden mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Luftnot und Schwindel kann im Bezug auf den Blutdruck auf eine akute hypertensive Krise oder gar einen hypertensiven Notfall hinweisen. Hierbei kommt es zu einem plötzlichen, sprunghaften Anstieg des Blutdrucks. Eine hypertensive Krise bedarf sofortiger ärztlicher Behandlung ggf. durch einen Notarzt um nicht in einen hypertensiven Notfall zu entgleisen, der einen lebensbedrohlichen Zustand darstellt. 

Schwindelgefühl und Ohrensausen

Da Bluthochdruck den Gleichgewichtssinn beeinflusst, kann er zu Schwindel und Tinnitus (Ohrensausen) führen. Das rührt daher, dass der Mensch seinen eigenen Blutkreislauf hören kann. Manchmal geht dieser Schwindel mit zeitweiligen Sehstörungen einher, die allerdings von Mensch zu Mensch unterschiedlich wahrgenommen werden.

Plötzliches, unbegründetes Nasenbluten

Durch Bluthochdruck werden auch die feinen Gefäße in der Nasenschleimhaut überbeansprucht und können leichter platzen, es kommt zu Nasenbluten. Sollten Sie an häufiger an unbegründetem Nasenbluten leiden, empfehlen wir einen Arzt aufzusuchen. (Quelle)

Kurzatmigkeit und geringe Belastungsfähigkeit

Die Kurzatmigkeit wird von vielen Bluthochdruckpatienten als schleichender Prozess beschrieben. Ihnen fällt es plötzlich nicht mehr so leicht, Treppen zu steigen - eigentlich schon eine ganze Weile nicht mehr. Die Gassirunde mit dem Hund, die immer mühelos ging, wird jetzt zum Kraftakt. Dabei wird nach Luft geschnappt oder der Betroffene bleibt immer wieder kurz stehen, um tief durchzuatmen. Kurzatmigkeit ist eine häufige Begleiterscheinung von hohem Blutdruck.

Übelkeit

Übelkeit alleine ist als Symptom noch nicht wegweisend. Tritt sie jedoch gehäuft oder zusammen mit weiteren Symptomen auf, die typisch für Bluthochdruck sind, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Bluthochdruck-Symptome - was tun?

Eines der aufgeführten Symptome allein muss nicht bedeuten, dass ein Bluthochdruck vorliegt. Vor allem aber, wenn zwei oder mehr dieser Beschwerden gleichzeitig vorkommen oder die Beschwerden anhalten oder gehäuft auftreten, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Die typischen Vorboten und Hinweise von Bluthochdruck werden gerne verharmlost, denn als Symptom alleine sind sie kaum besorgniserregend für den Betroffenen und sie vergehen auch irgendwann wieder. Werden sie aber auf die leichte Schulter genommen werden, kann dadurch schnell ein ernster Fall von Bluthochdruck übersehen werden - und bei dieser schädlichen Erkrankung ist grundsätzlich jeder Fall ernst.

Text medizinisch-fachlich geprüft und überarbeitet von
Sabine Croci (10/2016).








 

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