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Blutdruck

Der Blutdruck ist eine messbare Größe und beschreibt, mit welchem Druck das Blut durch die Blutgefäße des Organismus fließt. Er wird daher umgangssprachlich auch als Gefäßdruck bezeichnet. Genauer gesagt ist der Blutdruck der Druck, welcher vom Blut auf die Wand der Blutgefäße ausgeübt wird (die Kraft, die auf die Fläche wirkt). Der Blutdruck muss in einem bestimmten Limit sein, wenn keine Erkrankungen vorliegen. Aus diesem Grund ist die Blutdruckmessung eine der grundlegenden und sehr aussagefähigen Untersuchungen beim Arzt.
Der Blutdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben.

Blutdruck-Rechner:
Systolisch: mmHg
Diastolisch: mmHg
Der Rechner gibt eine Einschätzung des Blutdruckwerte nach den Richtlinien der Deutschen Hochdruckliga. Der Blutdruck wird bestimmt nach optimal oder Bluthochdruck (Hypertonie Grad 1 bis 3). Die neu definierte Grenze für einen normalen Blutdruck liegt bei Personen bis 50 Jahre ohne weitere Risikofaktoren bei 139/89 mmHg. In den europäischen Leitlinien wird bei den älteren Patienten zwischen 60-80 Jahren ein systolischer Zielblutdruck von 140-150 mmHg empfohlen, wobei mit der Therapie erst ab einer Ausgangs-Systole >160 mmHg begonnen werden soll. Sind unter 80-Jährige allerdings fit, könne auch schon >140 mmHg mit der Therapie begonnen werden.
Eine solche automatische Bewertung kann niemals einen Arztbesuch ersetzen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Die Richtlinien der Hochdruckliga enthalten keine Normwerte für zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie). Um niedrige Werte aber nicht nach der Hypertonie-Skala als "optimal" zu bezeichnen, benutzen wir die Grenze 105/65 für niedrigen Blutdruck.

Das Herz - der Motor des Blutdrucks
Bild: Anatomische Darstellung des Herzens. Der Blutdruck ist ein Wert für den Druck des Blutes auf die Gefäßwände. Während eines Pumpvorgangs des Herzens ist der Druck höher als während der Entspannungsphase. Daher werden bei der Blutdruckmessung immer zwei Werte erfasst, der systolische (Pumpvorgang – höherer Wert) und der diastolische (Entspannungsphase – niedrigerer Wert).

Definitionen und Klassifikation der Blutdruckwerte gemäß der Deutschen Hochdruckliga:

systolisch (mmHg)
diastolisch (mmHg)
optimal
< 120
< 80
normal
120-129
80-84
hochnormal
130-139
85-89
Hypertonie Grad 1
140-159
90-99
Hypertonie Grad 2
160-179
100-109
Hypertonie Grad 3
>= 180
>= 110
Isolierte systolische Hypertonie
>= 140
< 90

Beim Blutdruck ist zu beachten, dass die Druckverhältnisse innerhalb des Blutkreislaufes im Organismus voneinander abweichen. In der Medizin wird beim Blutdruck immer von dem Druck, welcher in den Arterien vorliegt, ausgegangen. Die Arterien befinden sich in der Höhe des Herzens. Daher entspricht der ideale Messort des Blutdruckes der Brachialarterie am Oberarm. Von diesem Blutdruck wird noch ein zentralvenöser Blutdruck unterschieden.

Der Blutdruck ist abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Der grundlegende Faktor für einen normalen Blutdruck ist die Kraft des Herzens. Er zeigt, mit welcher Stärke das Blut vom Herzen durch die Gefäße gedrückt wird. Außerdem ist der Querschnitt der Blutgefäße für die Höhe des Blutdrucks verantwortlich. Der Querschnitt eines Blutgefäßes bestimmt in hohem Maße den so genannten Reibungswiderstand, der beim Durchfluss des Blutes auftritt.

Der Blutdruck in den Gefäßen des großen Blutkreislaufs ist höher als im kleinen Blutkreislauf, welcher auch als Lungenkreislauf bezeichnet wird. Außerdem ist der Blutdruck in den Arterien immer höher als in den Venen oder den kleinen Kapillargefäßen.

Der Blutdruck besteht immer aus zwei Werten, welche von verschiedenen Einflüssen abhängen. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel die Berufstätigkeit bzw. die körperliche Beanspruchung, das Alter und die allgemeine körperliche Konstitution. Die Differenz der beiden Blutdruckwerte wird Pulsdruck genannt.

Der Blutdruck steigt mit zunehmendem Alter des Menschen an. Eine Ursache dafür ist, dass die Elastizität der Blutgefäßwände nachlässt. Dies ist insbesondere auf Grund von Arteriosklerose der Fall. In Folge verschiedener Krankheiten kann der Blutdruck ebenfalls von den Normalwerten abweichen. Ist der Blutdruck dabei überwiegend in den höheren Bereichen über dem Normwert, so wird dies auch als Hypertonie bezeichnet. Einige Menschen leben aber auch mit einem niedrigeren Blutdruck (unterhalb des der Normwertes). Es sind die sogenannten Hypotoniker. Eine Blutdruckerniedrigung wird als Hypotension oder Hypotonie bezeichnet. Sie tritt seltener auf als die Hypertonie.

Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (04/2017).









 

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