Bluthochdruck Werte

Was ist Bluthochdruck?

Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Gefäß. Dieser wird durch verschiedenste Umstände beeinflusst. Ein dauerhaft erhöhter Druck stellt eine Erkrankung dar, die Bluthochdruck oder Hypertonie, genauer arterielle Hypertonie, genannt wird.

Schwankungen des Blutdrucks im Tagesverlauf sind normal. Am Morgen sind die Blutdruckwerte zumeist höher als in der Nacht und sinken zum Abend hin wieder ab. Auch in akuten Stresssituationen ist ein Anstieg des Blutdrucks normal und stellt keinen krankhaften Zustand dar. Erst wenn der Blutdruck dauerhaft erhöht ist, gilt dies als krankhaft. Dann liegt eine Hypertonie, ein Bluthochdruck, vor.

In Deutschland leiden ca. 35 Millionen Menschen an Bluthochdruck. Dieser stellt somit ein Volksleiden bzw. eine Volkskrankheit dar. Der Grund für das verstärkte Auftreten des Bluthochdrucks kann in den allgemeinen Lebensgewohnheiten der Gesellschaft in Industrienationen gesehen werden. Ein Mangel an Bewegung und eine ungünstige Ernährung können für das Entstehen des Bluthochdrucks mitverantwortlich sein. Auch Rauchen, vermehrter Alkoholkonsum, Übergewicht und Stress zählen zu den Risikofaktoren für das Entstehen einer Hypertonie. Allerdings können auch eine genetische Veranlagung oder bestimmte Grunderkrankungen, z.B. der Nieren, für den erhöhten Blutdruck verantwortlich sein. In der Therapie des Bluthochdrucks steht eine Änderung der Lebensgewohnheiten des Patienten im Vordergrund. Mit einer konsequenten Umstellung der Ernährung, einem Verzicht auf das Rauchen, einer Einschränkung des Alkoholkonsums und mehr Bewegung kann der Blutdruck bereits effektiv gesenkt werden. Hierbei ist es wichtig, diese Änderungen langfristig zu praktizieren.

Ab wann liegt ein Bluthochdruck vor?

Der Blutdruck wird mit Blutdruckmessgeräten bestimmt. Dies kann sowohl durch den Patienten selbst, als auch durch einen Arzt oder in einer Apotheke geschehen. Beim Blutdruck gibt es genaue "Kategorien", nach denen bestimmt wird, welche Werte als normal, erniedrigt oder erhöht gelten. Der Blutdruck wird in der Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen. Es wird das Verhältnis des systolischen zum diastolischen Druck gemessen. Die Systole ist die "Auswurfphase" des Herzens. Die linke Herzkammer zieht sich zusammen und pumpt das Blut in die Aorta. Während dieses Vorgangs ist der Blutdruck am höchsten. Die Diastole bezeichnet hingegen die "Entspannungsphase" der Herzkammern. Hierbei erweitern die Herzkammern sich, damit neues Blut in sie hineinströmen kann. In diesem Moment ist der Blutdruck am niedrigsten. Es werden also der Blutdruck während der Systole, der höchste Blutdruck, und der Blutdruck während der Diastole, der niedrigste Blutdruck, gemessen. Der normale Wert liegt im Bereich von 120/80 mmHg, wobei der vordere Wert den systolischen Druck und der hintere Wert den diastolischen Druck bezeichnet. Sind diese Werte dauerhaft erhöht, liegt ein Bluthochdruck vor. Dieser wird laut WHO in drei "Kategorien" unterteilt.
Ein leichter Bluthochdruck, bzw. eine Hypertonie Grad 1, liegt vor, wenn der Blutdruck dauerhaft im Bereich von 140-159/90-99 mmHg ist.
Ein mittelschwerer Bluthochdruck, bzw. eine Hypertonie Grad 2, liegt vor, wenn der Blutdruck dauerhaft im Bereich von 160-179/100-109 mmHg liegt.
Liegt der Blutdruck dauerhaft im Bereich von 180 und höher/110 mmHg und höher, liegt ein schwerer Bluthochdruck, bzw. eine Hypertonie Grad 3 vor.

Beim Vorliegen einer Hypertonie sollte der Blutdruck regelmäßig kontrolliert und protokolliert werden. Die Messung des Blutdrucks funktioniert unkompliziert, schnell und schmerzlos.

Einteilung der Blutdruck-Werte laut WHO (Weltgesundheitsorganisation):


systolisch (mmHg)
diastolisch (mmHg)
optimaler Blutdruck
< 120
< 80
normaler Blutdruck
120-129
80-84
hoch-normaler Blutdruck
130-139
85-89
milde Hypertonie (Stufe 1)
140-159
90-99
mittlere Hypertonie (Stufe 2)
160-179
100-109
schwere Hypertonie (Stufe 3)
>= 180
>= 110

Hypertonie = Bluthochdruck

Die Deutsche Hochdruckliga benutzt die gleichen Werte, allerdings führt sie außerdem die "isolierte systolische Hypertonie" auf, bei der ein systolischer Druck über 140 mmHg gemessen wird während der diastolische Blutdruck unter 90 mmHg liegt. Der diastolische Blutdruck ist bei diesem Blutdruckbild im Normbereich, während der systolische Blutdruck im Bereich der Hypertonie (Bluthochdruck) liegt.

Definitionen und Klassifikation der Blutdruckwerte laut der Deutschen Hochdruckliga:

systolisch (mmHg)
diastolisch (mmHg)
optimal
< 120
< 80
normal
120-129
80-84
hochnormal
130-139
85-89
Hypertonie Grad 1
140-159
90-99
Hypertonie Grad 2
160-179
100-109
Hypertonie Grad 3
>= 180
>= 110
Isolierte systolische Hypertonie
>= 140
< 90


Warum ist ein erhöhter Blutdruck gefährlich?

Die Gefahr eines Bluthochdrucks liegt vor allem in den möglichen Folgeerkrankungen. In der Folge einer Hypertonie kann sich die Wand der linken Herzkammer aufgrund des dauerhaft hohen Druckes verdicken, was zu einer Herzinsuffizienz führen kann. Auch eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) ist eine mögliche Folge der Hypertonie. Die Arteriosklerose wiederum erhöht das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Auch Schäden an den Nieren und den Augen können Folgen einer Hypertonie sein.

Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (04/2017).








 

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